Archiv für die Kategorie ‘A’

h1

AIDS-Leugner

Sonntag, 6. Juli 2008

Der Begriff ist eigentlich unpräzise. Die Herrschaften leugnen nicht, dass es AIDS gibt. Aber sie sind erstens der Meinung, dass AIDS wohl nicht durch den HI-Virus ausgelöst wird, es zweitens praktisch niemand wirklich hat und drittens in Schwarzafrika (Afrika südlich der Sahara) AIDS nicht in dem riesigen Ausmaß vorkommt, wie von der “Schulmedizin” “behauptet” wird. Statt dessen seien armutsbedingt Durchfallerkrankungen vorhanden. Durch die “”zwangssteuerfinanzierte Verabreichung von AIDS Pharmacocktails an Menschen mit gewöhnlichen armutsbedingten Durchfallerkrankungen” werde in Schwarzafrika Massenmord betrieben.

Für diesen Schwachsinn stehen u.a. der südafrikanische Staatspräsident Mbeki sowie seine derzeitige Gesundheitsministerin als auch deren Vorgängerin als Kronzeugen gerade.

Mehr dazu findet sich bei der Netzklempnerin. Und dort bedingt genauer nachlesen!
Außerdem hat sie eine kleine Fortsetzung über ein besonderes Exemplar der Spezies eingestellt.

h1

Asymmetrische Kriegsführung

Sonntag, 9. März 2008

…liegt vor, wenn auf der einen Seite barbarische Gangster morden wollen und ihnen auf der anderen Seite zivilisierte und grundsätzlich anständige Beschützer von Familien und Gesellschaft gegenüber stehen.

Die barbarischen Gangster versuchen auf der anderen Seite möglichst viele Zivilisten zu verwunden, verstümmeln oder töten – egal, was davon, Hauptsache, dieses „strategische Ziel“ wird erreicht. Das ist der Grund, weshalb man diese Gangster auch als Terroristen bezeichnet.

Gut, es gibt Ausnahmen: die westliche Presse, ein Großteil der westlichen Politiker, vor allem aber Meinungsmacher bezeichnen solche Leute nicht als Terroristen, wenn die angestrebten Opfer Juden sind. Dann sind sie „Militante“, „Widerstandskämpfer“, „Extremisten“ oder „Aktivisten“. Und vor allem sind sie im Recht, weil Juden sich gefälligst nicht verteidigen dürfen. Sonst kann man sie nicht betrauern, nachdem sie beseitigt sind.

h1

Ahnungslose Märtyrer / Märtyrer-Bomber

Donnerstag, 7. Februar 2008

Bomber, die gar nicht wissen, dass sie Bomber sind, weil sie nicht verstehen, was mit ihnen gemacht wird.
Gefunden habe ich den Begriff bei Robert Spencer, der ihn von Aaron Hanscom auf Pajamas Media übernommen und erweitert hat.

Die Islamisten im Irak, aber auch in anderen Ländern, gehen dazu über geistig Behinderte als Bombenträger für ihre Massenmord-Anschläge zu benutzen. So wurden am 1. Februar zwei Frauen mit Down-Syndrom auf zwei Märkte in Bagdad geschickt; sie hatten Bomben umgeschnallt und wurden mit Hilfe von Mobiltelefonen „ferngezündet“. Die beiden waren wahrscheinlich höchstens 16 Jahre alt und verwandt.

Dass die grausigen Mordbanden geistig Behinderte für ihre Taten benutzen scheint kein neuer Trend zu sein. In Afghanistan setzten die Taliban offenbar schon regelmäßig auf junge Männer, die „geistig verwirrt, zurückgeblieben, mental instabil oder unter Drogen stehend“ sind. Die israelischen Sicherheitskräfte haben vor kurzem einen Jugendlichen entwaffnet, der von Terroristen an eine Straßensperre geschickt wurde.

Auch im Irak wurden schon Dutzende geistig behinderte Kinder von den Terroristen benutzt – auf dem Rücksitz von Autos zur Ablenkung der Sicherheitskräfte, als Träger ferngezündeter Bomben, die ihren Eltern abgeschwatzt werden, damit „die Familien entlastet werden“. Die Terroristen brüsten sich sogar damit, dass sie diesen Behinderten etwas Gutes tun: Wir geben ihm die Chance nützlich zu sein und nicht mehr unter den täglichen Schlägen seines Vaters zu leiden. Hier bei uns bekommt er Islam-Unterricht und wird bald ein guter Kämpfer sein und vielleicht sogar eines Tages ein Selbstmordbomber im Namen Allahs werden.

Das ist die irrsinnige „Menschenfreundlichkeit“ dieser „Gottesmänner“ – statt ihre Gesellschaft zu einer zu erziehen, die behinderten Menschen hilft, sie als Menschen anerkennt, die ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht, machen sie sie zu Kanonenfutter eines Todeskults, dem sämtliche Menschlichkeit endgültig verloren gegangen ist. Aber von ihrem Mörder-Gott behaupten sie, er sei „barmherzig“ und „gnädig“!

h1

Antisemiten

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Gibt es nicht. Nur bei den Alt- und Neonazis. Und bei evangelikalen Christen, die Israel unterstützen, denn die tun nur so, als unterstützten sie Israel. Aber auf keinen Fall gibt es Antisemiten bei den Linken, die sind die personifizierten Anti-Antisemiten. So die gängige Meinung.

Antisemiten sind nach gängiger Darstellung Leute, die den Holocaust leugnen oder rechtfertigen und den Juden von damals an den Hals wollen. Oder denen, die heute hier sind. Bei denen allerdings nur dann, wenn es sich um Volksdeutsche rechter Ideologie handelt, die aus rassistischen Gründen Juden klatschen wollen. Wenn ein unsere Kultur bereichernder Mensch einen Rabbi absticht oder einen Molotow-Cocktail auf eine Synagoge wirft, ist das Widerstand gegen die Zionisten in „Palästina“. Wenn Linke über die „amerikanische Ostküste“ bzw. die „Israel-Lobby“ schwadronieren, hat das nichts mit Juden zu tun, sondern nur mit (pst: jüdischen) Kapitalisten, die die Welt kontrollieren wollen. Und wenn einer, der 30 Jahre später als deutscher Außenminister durch die Welt turnt, den Judenvernichtungs-Parolen von Yassir Arafat Applaus spendete, eine deutsche Terror-Ideologin den Holocaust rechtfertigte und linke Anarchisten die Berliner Synagoge mit einer Bombe bedachten, dann hatte das alles nur mit Imperialismus, niemals mit Antisemitismus zu tun.

Nun, ich bin da anderer Meinung. Antisemiten sind alle, die heutigen Juden etwas vorwerfen, was die nicht zu verantworten haben; die heutigen Juden – egal wo – vorwerfen, was sie anderen Völkern, Staaten oder Religionsgemeinschaften nicht vorwerfen (oder dort gar als Tugenden loben). Dabei ist die politische Ausrichtung (rechts, links, mittig, diktatorisch, demokratisch, royalistisch, republikanisch oder was auch immer) völlig egal. Auch die ethnische oder religiöse Zugehörigkeit spielt keine Rolle. Es gibt auch Juden, die sich gegen Juden wenden, so wie es Deutsche gibt, die alles Deutsche hassen.

Das Kuriose ist, dass die Antisemiten heute immer gerne von sich behaupten sie seien keine Antisemiten. Fragt sich also, wie man Antisemiten erkennt, zumal sie sich gerne haarspalterischer Rhetorik bedienen, um zwischen Antisemitismus und ihrem Antisemitismus zu unterscheiden (s. z.B. die „Antizionisten“). Henryk M. Broder hat sich die Mühe gemacht, das einmal ein wenig aufzudröseln (und das „Der Armleuchter als Kandelaber“ genannt):

Woran erkennt man einen Antisemiten? Die Frage klingt einfach, aber die Antwort ist ein wenig kompliziert. Denn kein Antisemit gibt sich als solcher zu erkennen, es sei denn, er trifft sich mit Gleichgesinnten in einem muffigen Hinterzimmer, um mit ihnen einen Aktionsplan gegen die jüdische Weltverschwörung (heute: die Israel-Lobby) auszuarbeiten. Nicht einmal ein abgebrochener Aktions-Künstler wie Dieter Kunzelmann, der die Deutschen von ihrem „Judenknacks“ befreien wollte und der 1969 an einem missglückten Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindehaus in Berlin beteiligt war, möchte heute als Antisemit bezeichnet werden. Dennoch gibt es ein paar verlässliche Kriterien, die eine Qualifizierung möglich machen:

- Der authentische Antisemit hat immer „jüdische Freunde“, auf die er sich beruft, die er als Alibigeber bemüht. Gibt es sie wirklich, sind sie genauso gaga wie er, nur eben auf die jüdische Art, vom Selbsthass angefressen und vom Wunsch, „gute Juden“ zu sein, angetrieben.

- Der authentische Antisemit kommt mit seinem eigenen Leben nicht klar, ist in neun von zehn Fällen eine gescheiterte Existenz, will aber die Welt vor der jüdischen Gefahr retten, ersatzweise den Nahostkonflikt lösen, an dem natürlich nur die „Zionisten“ schuld sind, weil sie die „Palästinenser“ aus ihrer Heimat vertrieben haben.

Er spricht gerne von einem „Völkermord“, übersieht dabei aber, dass es sich um den einzigen „Völkermord“ der Geschichte handelt, dessen lebende Population sich mindestens verfünffacht hat. Er kann den Dativ nicht vom Genitiv und Transjordanien nicht von Cisjordanien unterscheiden, weiß aber genau, dass den „Palästinensern“ nur 22% von „Palästina“ übrig geblieben sind, die ihnen jetzt auch noch streitig gemacht werden. Er hat keine Ahnung, wo Tschetschenien liegt, was im Sudan passiert und wie viele Moslems von Moslems in den letzten Wochen im Irak und in Algerien massakriert wurden, denn das einzige, das ihn interessiert, sind die „Verbrechen der Zionisten“.

Mehr noch: Er ist davon überzeugt, der einzige zu sein, der „unbequeme Wahrheiten“ unter das Volk bringt, die ohne seine selbstlose Hingabe ungesagt blieben, ein Armleuchter, der davon träumt, als Kandelaber anerkannt zu werden, denn labern, das kann er.

- Der authentische Antisemit würde gerne seinen inneren Schweinehund von der Leine lassen und „Juda verrecke!“ rufen, weil das aber nicht geht, findet er es ersatzweise „verständlich“, dass palästinensische „Märtyrer“ Linienbusse in die Luft jagen und dass Sderot von Gaza aus mit Raketen beschossen wird, denn die Palästinenser handeln ja nur aus Notwehr. Und das ist es auch, was den authentischen Antisemiten ausmacht: Er setzt sich zur Wehr. Das ganze Dritte Reich war eine große Notwehrmaßnahme der Nazis gegen die Juden, die den Deutschen den Krieg erklärt hatten. Der authentische Antisemit fühlt sich verfolgt, er ist das Jagdopfer sinister Mächte, die ihn mundtot machen wollen. Was immer er unternimmt, dient nur der Selbstverteidigung. Er klebt an dem Juden wie Rotz an der Backe, schreibt aber: „Der Jude lässt mich nicht los!“ Der Jude ist grundsätzlich der Aggressor. Er hat „angefangen“, einfach deswegen, weil er da ist und er sich nicht aus der Geschichte verpissen möchte. Deswegen solidarisiert sich der authentische Antisemit am liebsten mit den Palästinensern (und nicht mit den Moslems in Darfur), denn die sind, wie er, die Opfer der Juden bzw. Zionisten. Und nichts bringt den authentischen Antisemiten dermaßen auf die Palme wie der Vorwurf, dass er ein Antisemit ist. Denn er meint es gut mit den Juden – unter einer Voraussetzung: Sie müssen schon lange tot sein.

h1

Antizionisten

Freitag, 23. November 2007

“Antizionisten” oder “Antizionismus” ist ein Wort, das im politisch inkorrekten Wortschatz so nicht existiert. Aus gutem Grund. Denn ein „Antizionist“ ist, so sehr er auch anderes behauptet, schlichtweg ein Antisemit. Das ist keine neue Erkenntnis, das hat schon Martin Luther King gewusst:

“Mein Freund, du erklärst, dass du die Juden nicht hasst, dass du nur Antizionist bist. Und ich sage dir, lass die Wahrheit von den höchsten Bergspitzen erklingen, lass ihr Echo durch die Taler von Gottes grüner Erde hallen: Wenn man den Zionismus kritisiert, dann meint man die Juden - das ist Gottes Wahrheit… Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt der Fleck auf der Seele der Menschheit. Darin stimmen wir vollständig überein. Also wisse auch dies: Antizionismus an sich ist antisemitisch und wird es immer bleiben.”

Die „Antizionisten“ bestreiten natürlich trotzdem immer heftig Antisemiten zu sein und führen haarspalterische Unterscheidungen an und ihre jüdischen Gesinnungsgenossen. Nur vergessen sie, dass zu letzteren nur solche Leute zählen, die genauso denken wie die „Antizionisten“ selbst. Andere Juden werden sofort des Zionismus überführt und geächtet. Und auch, dass sie sich darüber hinaus mit anderen „Antizionisten“ ins Bett legen, die mehr als eindeutig auch Antisemiten sind und den Juden das Krematorium an den Hals wünschen. Fast ausschließlich deren Interessen empfinden die „Antizionisten“ als legitim; anhand von deren Interessen wird die angebliche Bösartigkeit des Zionismus, sein Rassismus und seine imperialistische Unterdrückung definiert – und praktisch alles rechtfertigt, was die Antisemiten tun, um ihre Interessen gegen die Juden Zionisten durchzusetzen, selbst Massenmord und übelster Rassismus werden nicht mehr kritisiert, sondern als Folge des Handelns der Zionisten definiert – mit anderen Worten: die Opfer zu Tätern gemacht, wie immer im Antisemitismus.

Viel schöner, ausführlicher und schärfer hat das – natürlich – Henryk M. Broder ausgeführt, mit einem speziell deutschen Touch:

Da geht einer hin und sagt: Jawoll, ich bin Antizionist und Antiisraelit (!), aber ich bin kein Antisemit, so wahr mir Avneri, Fried und Gott helfe! Soviel urwüchsige Dummheit verdient Bewunderung. Es ist, als würde ein Spanner sich mit dem Satz rechtfertigen: Ich hab nur was gegen Schlampen in kurzen Röcken, aber deswegen bin ich noch lange kein Frauenhasser, im Gegenteil, ich arbeite gerade an einem Buch unter dem Titel “Unsere Mütter - was wären wir ohne sie?”

Wer sich also “freimütig” zum Antizionismus bekennt, glaubt damit dem Vorwurf des Antisemitismus entkommen zu können. Warum wird aber einer ausgerechnet “Antizionist”? Weil ihn das Unrecht, das die Palästinenser erleiden müssen, nicht schlafen läßt? Schön. Es gibt viele Völker, die schreckliches Unrecht leiden, verglichen mit denen die Leiden der Palästinenser in die Kategorie “quantité négligable” gehören. Wieso gibt es so wenige bekennende “Antiputinisten” angesichts der sowjetischen Massaker an den Tschetschenen, die übrigens auch Moslems sind? Wieso erfahren wir von den Leiden der Menschen in Burma erst dann, wenn die regierende Junta protestierende Mönche zusammenschießen läßt? Sind Millionen von Toten im Kongo keine “Kongo-Solidarität” wert? Wann und wo gab es die letzte Demo gegen die Gewaltpolitik von Robert Mugabe? Ist schon mal eine Delegation der PDS oder der Ärzte gegen den Atomkrieg nach Nordkorea gereist, um die Zustände dort zu inspizieren? Ich weiss, diese Fragen sind schon oft gestellt werden. Die Antwort fällt immer gleich aus. Ohne “Zionisten” keine Empörung. Ohne Israel kein Aufruhr. Der bekennende Antizionist, der kein Antisemit sein will, betreibt einen Etikettenschwindel. Er braucht die Palästinenser nur, um sich an den Juden reiben zu können, sie sind ihm Mittel zum Zweck und darüber hinaus vollkommen wurscht. Sozusagen seine politische Wichsvorlage. Deswegen feiert er jedes Jahr den Jahrestag des Massakers von Sabra und Shatila, aber er hat keine Ahnung, wann das Massaker von Hama stattgefunden hat, denn damit hatten die Zionisten nix zu tun.

Der bekennende Antizionist ist ein Psychopath, der sich ein historisches Alibi zurechtgezimmert hat. Er macht aus seinem Problem eine politische Mission. Er schreit “Freiheit für Palästina!”, meint aber: “Befreit mich von meinen Schuldgefühlen!” Dabei ist ihm jeder andere Psychopath als Verbündeter willkommen, auch ein Massenmörder, der Tausende iranische Kinder als Minensuchhunde mit einem Plastikschlüssel zum “Paradies” um den Hals im irakisch-iranischen Krieg in den Tod geschickt hat. Davon weiss der bekennende Antizionist nicht oder: er will es nicht wissen. Er stellt sich dumm und sagt: “Ahmadinejad hat bisher niemanden umgebracht.”
Was sicher stimmt. Hitler auch nicht. Man hat bis heute nicht einmal den Führerbefehl zur Endlösung der Judenfrage gefunden.

Der bekennende “Antizionist” ahnt natürlich, dass er in Wirklichkeit ein Antisemit ist, so wie ein Kannibale weiss, dass er nicht zum Vegetarier wird, wenn er ein paar Möhren mitkocht. Deswegen muss er sich immerzu der Hilfe jüdischer Zeugen versichern, denn die können - qua Geburt - keine Antisemiten sein. Das ist nicht nur dumm gedacht, es zeugt auch von völliger Unbildung. Nicht nur Lueger, Stöcker und Marr waren bekennende Antisemiten, Otto Weininger, Arthur Trebitsch und Karl Marx waren es auch. Und was Erich Fried angeht: Er war der Prototyp des jüdischen Selbsthassers. Seit er mitansehen mußte, wie sein Vater erschlagen wurde, wäre er gerne selber ein großer starker Arier geworden und nicht ein häßlicher kleiner Gnom mit Sprachfehler. Nachdem er Michael Kühnen im Knast besucht und mit ihm über dessen Oma geplaudert hatte, war er von dem Neo-Nazi nicht nur schwer angetan, er stellte ihm auch eine günstige Prognose aus: “Kühnen (ist) ein armer Hund, der jetzt wieder eingesperrt wird, und der überhaupt keine Chance hat, an die Macht zu kommen.”

Ohne seine Alibi-Juden wäre der bekennende Antizionist einfach nur eine arme Sau, die eine koschere Delikatesse werden möchte. Aber wie er die Sache dreht und wendet, er hat ein Problem. Ein Land am östlichen Rand des Mittelmeeres, so groß wie Hessen, das ihn nicht zur Ruhe kommen läßt. Der bekennende Antizionist ist ein Zwangscharakter, der die Objekte seiner Begierde für seine Leiden schuldig macht. Er könnte mit seinem Leben zufrieden sein, er hat ein Dach über dem Kopf, einen PC in der Wohnküche, einen Golf in der Garage, eine Arbeit oder eine Rente, eine Modellbahn im Keller, genug zu essen und zu trinken, ab und zu auch was zu ficken, sein Glück wäre vollkommen, wenn es den “Zionismus” und die “Zionisten” nicht gäbe. Das ist alles.

Während die Linken palavern und sich selbst was vormachen, bringen es die Rechten fröhlich und ungeniert auf den Punkt. Früher mit “Juda verrecke!”, heute etwas anders, moderner.

Und David Matas, ein kanadischer Menschenrechts-Anwalt, bringt es viel kürzer auf den Punkt:

Die Wurzel der Wiederbelebung des Antisemitismus ist der Antizionismus. Der Zionismus ist ein Ausdruck des Rechts auf Selbstbestimmung des jüdischen Volkes. Der Antizionismus bestreitet per Definition dieses Recht und weist es zurück, indem er dem jüdischen Volk einen Staat verweigert. Der Antizionismus ist eine Form des Rassismus. Er verweigert dem jüdischen Volk das grundlegende Recht, das allen Völkern der Welt zusteht.