Archiv für die Kategorie ‘F’

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Friedensprozess (im Kontext des Nahen Ostens)

Samstag, 8. August 2009

Das Wort “Friedensprozess” gehört zu den meistgebrauchten Schlagwörtern von Politikern und MSM-Journalisten, die sich mit dem Nahen Osten beschäftigen. Grund genug, sich bewusst zu machen, was tatsächlich dahintersteckt:

Der Friedensprozess ist einer jener Prozesse, bei denen der Weg schon das Ziel ist. Solange er nämlich andauert (d.h. solange es nicht wirklich Frieden gibt), ist es eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Außer für Israel, aber wen stört das schon?

Die Palästinenser bekommen Geld, die Fatah etwas mehr, die Hamas etwas weniger. Letztere kann außerdem ihr Terror-Perpetuummobile in Schwung halten, was ersterer die Möglichkeit gibt, Israel ebenso unter Druck zu setzen wie die Geldbeutel europäischer Steuerzahler.

Zwei Dutzend Politiker aus aller Welt bekommen die Gelegenheit, sich zu produzieren. (Wirklich wichtig ist doch nur, wer im Nahostkonflikt mitreden kann, also will Jeder mitreden; man dann so schön staatsmännisch mit Sorgenfalten auf der Stirn vor die Kameras treten, “tief besorgt” sein, an “beide Seiten appelieren”, “wichtige Impulse für den Friedensprozess” anmahnen usw.)

Die Medien haben stets etwas zu schreiben: Der Nahostkonflikt ist die DailySoap des Nachrichtenjournalismus. Funktioniert nach dem Prinzip von “Reich und Schön”: Jeder war schon einmal mit jedem im Bett, jede Konstellation ist schon dreimal gescheitert, wird aber gerne noch ein viertes Mal versucht, und man kann Millionen von Fans jahrzehntelang vor der Glotze halten.

Selbstredend wissen alle Genannten, dass es den Frieden ebenso wenig geben darf wie ein Ende von “Reich und Schön”. Israel durchschaut das Spiel, muss aber mitspielen, um die übrigen westlichen Akteure bei Laune zu halten.

(Übernommen von Manfred)

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Fußball-UNO

Mittwoch, 15. Juli 2009

Die FIFA (der Weltfußballverband) – diese geht mit Israel mindestens so unfair und verlogen um, wie es die UNO tut. Bei angeblicher Neutralität betreibt sie günstigstenfalls Äquidistanz, in der Regel allerdings lediglich antiisraelische Politik. Das äußert sich in den Strafen, die antisemitisch und/oder antiisraelisch motiviertes Handeln nach sich zog (meist aber auch nicht), während gegen von solchem Handeln betroffene israelische Verbände, Vereine und Sportler oft mit maximaler Härte vorgegangen wird.

Der Begriff stammt aus Lizas Welt, wo er erstmals – und das gleich als Überschrift – genutzt wurde.

Genaueres kann man auch bei der DIG Berlin lesen, bei der Alex Feuerherdt als Referent eine ausführliche Geschichte der Boykotte gegen Israels Sportler vorstellte.

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Fäkalien-Jihad

Samstag, 28. Februar 2009

Mit Fäkalien Lebensmittel (und anders) zu versetzen, um den Ungläubigen zu schaden (und sie vielleicht sogar zu töten oder Epidemien auszulösen), ist ein Mittel des jihadistischen Kampfes und wird in einem Handbuch der Al-Qaida beschrieben.

Genau das ist in Großbritannien gemacht worden: 2008 wurde in einem Geschäft Schokolade verkauft, die mit menschlichen Fäkalien besprüht worden war. In einem Supermarkt nahm die Überwachungskamera einen Mann auf, der zum Verkauf ausliegendes Gebäck mit Fäkalien bespritzte.

Derzeit läuft ein Gerichtsverfahren: Der Täter aus dem zweiten Fall wurde beobachtet, wie er in einem Supermarkt gefrorene Fritten und Weinflaschen besprühte; später machte er dasselbe in einem Buchladen, wo er 706 Bücher kontaminierte (die meisten davon Kinderbücher) und die Toilette des zugehörigen Kaffeeladens einnebelte. Der angerichtete Schaden: rund £700.000.

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Fauxtography (Fauxtografie)

Donnerstag, 22. Mai 2008

Faux = Fälschung, falsch, unrichtig, unwahr, verlogen; gesprochen „Foutografie“

Ein in der US-Blogosphäre geprägter Begriff, der sich auf Bilder, insbesondere Nachrichten-Fotografien bezieht, die eine fragwürdige (oder auch absolut falsche) Vorstellung der Ereignisse vermittelt, die sie scheinbar ins Bild bringen. Abgesehen von dem cleveren Wortspiel, das in dem Begriff evident ist, ist er eine Abkürzung für eine schwer wiegende Kritik von Produkten des Foto-Journalismus – der Bilder wie des begleitenden Textes. Da Genauigkeit eine Grundeigenschaft journalistischer Ethik ist, ist der Vorwurf, dass Nachrichtenprodukte einen falschen oder verdrehten Eindruck der Ereignisse vermittelt, ein starker. Kritische Fragen zur faktischen Genauigkeit von Nachrichtenberichten gab es schon vor diesem Sturm in der Blogosphäre. Genauso spezifische Fragen zur Vertrauenswürdigkeit des Foto-Journalismus aus heißen Orten im Nahen Osten.

Der Begriff kam während des Libanon-Kriegs von 2006 auf, bei dem Blogger einem Reuters-Fotografen nachwiesen, dass er Bilder digital manipuliert hatte. Diese Manipulation ist die eine Form von Fautografie; eine weitere sind gestellte Bilder, die keine technische Manipulation des eigentlichen Fotos erfahren, sondern künstlich hergestellte Situationen, manipulierte Szenen festhalten und von denen die Fotografen wissen, dass sie gestellt sind.

Eine ausführliche Beschreibung der Verwendung von Fauxtografie im Libanon-Krieg findet sich im American Communication Journal; geschrieben von Stephen D. Cooper. Vielleicht übersetzt das mal jemand.

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Das Friedensprozess-Spiel

Dienstag, 1. April 2008

Das Friedensprozess-Spiel, das keinesfalls mit irgendetwas Friedlichem durcheinander gebracht werden sollte, ist das Spiel, das die palästinensischen Araber mit leichtgläubigen Westlern spielen, um zu beweisen, dass ihre Absicht etwas anderes ist als der letztliche Völkermord an den Juden des Nahen Ostens.

Eine der frühen Verkörperungen des Spiel war zu sehen, als Arafat versprach die PLO-Charta zu ändern, damit sie nicht mehr die Vernichtung Israels forderte – etwas, das nie statt fand (außer jemand kann mir 10 Jahre nach ihrer angeblichen Änderung eine Ausgabe der veränderten Charta zeigen). Er schauspielerte sogar eine „Abstimmung“ vor Präsident Bill Clinton, um vorzugeben, dass Teile der Charta annulliert wurden. Es war ein klassischer Zug des Friedensprozess-Spiels.

In jüngerer Zeit verkündete die PA im September 2007, dass sie die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden in der Westbank „aufgelöst“ hätte. Nichts dergleichen ist je passiert, aber sie bekam vom Westen die Gummipunkte für ihr mutiges, imaginäres Vorgehen.

Dutzende gleicher Beispiele fallen ein – die „Säuberung“ von Nablus vom Terror und die „Verurteilung“ des Mercaz HaRav-Massakers durch Abbas sind nur zwei der letzten. Heute erfahren wir etwas vom neuesten Winkelzug des Spiels, dank der hebräischen Ausgabe von Ha’aretz (vom Daily Alert übersetzt):

Israel hat vor kurzem der Stationierung von 500 PA-Polizisten in Nablus zugestimmt. Nach Angaben eines Berichts, den Verteidigungsminister Barak erhielt, arbeiten diese Polizisten mit den örtlichen Terroristen zusammen.

Die Terroristen entschärfen die von ihnen vorbereiteten Bomben, wenn die PA-Polizei in die Kasbah kommt; wenn sie wieder weg ist, werden die Bomben wieder scharf gemacht.

Eine weitere ausgeklügelte Scharade der PA, die dem Westen zeigen soll, dass sie ihren Verpflichtungen nachkommt, während sie den Terroristen zeigt, auf wessen Seite sie wirklich steht.

Lasst uns ihnen mehr Geld für ihr friedliches Tun geben!

(Idee: Elder of Ziyon)

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Fallschirm-Journalismus

Sonntag, 13. Januar 2008

Der Begriff kommt aus dem Englischen (parachute-journalism) und wäre vielleicht mit „Fallschirmsprung-Journalismus“ besser beschrieben – aber auch komplizierter und missverständlicher.

Joris Loyendijk definierte Fallschirm-Journalismus im Interview mit der taz so: Man macht eine Punktlandung, wie mit einem Fallschirm. Und wenn man ankommt, braucht man vor Ort einen Dolmetscher und einen „Fixer“, der einem die Termine „fixt“ – das ist jemand, der einem in Gaza-Stadt eine Witwe organisiert, die bei einem israelischen Angriff ihren Mann verloren hat.

Für einen solchen Journalismus ist Kenntnis der Sachlage nicht nötig, weil man ja nur vermittelt wird, was einem vor Ort angeboten wird. Mit objektiver Berichterstattung hat das wohl nichts mehr zu tun, weil keine eigene Recherche und Einarbeitung in die Thematik mehr nötig ist und der Journalist/die Journalistin nur Vorgefertigtes übernimmt (wobei Deutsche gerne von „Fallschirmjournalismus à la CNN reden, als gäbe es das bei uns nicht).

Im Englischen ist parachute journalism inzwischen ein stehender Begriff, der in Wikipedia angeführt wird: Fallschirm-Journalismus bezieht sich auf die Praxis Berichte von Journalisten erstellen zu lassen, die im Kontext oder der Kultur der Story unerfahren sind, was oft ungenaue oder verdrehte Berichte zur Folge hat. Statt Auslandskorrespondenten zu beschäftigen, die vor Ort leben, senden Nachrichten-Organisationen mit reduzierten Budgets für allgemeine Themen vorgesehene Reporter (metaphorisch: mit dem Fallschirm abgeworfen) in unbekannte (Fach-)Gebiete.

Mit anderen Worten: Außer einer inkompetent vorgeprägten Meinung haben diese Journalisten nichts, mit dem sie das Publikum informieren können. Sie sind darauf angewiesen zu übernehmen, was ihnen zugeschanzt wird. Gegenpositionen? Abwägen von Fakten? Ist nicht.

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Führer spiritueller innerer Kämpfe

Freitag, 23. November 2007

Wir bekommen immer gerne den Hinweis, dass „Jihad“ den spirituellen inneren Kampf der Muslime gegen das böse Ich bedeutet, dem sich der Muslim stellt, um Allah besser zu gefallen. Auffallend ist allerdings, in welchem Maß dieser „spirituelle innere Kampf“ ausgefochten wird. Und dabei muss man gar nicht auf die Sorte zurückgreifen, die Flugzeuge in Wolkenkratzer fliegt oder auf Märkten im Irak mit PKWs oder LKWs das Jenseits herbei führt. Ein ganz praktisches Beispiel der allgemeinen Sorte von Leuten, die den „spirituellen inneren Kampf“ führen, konnte man jetzt gerade wieder in Pakistan finden:

Zwei Selbstmord-Bomber schlugen Dienstag im Herzen des pakistanischen Militärs zu; sie töteten 25 Menschen und verwundeten 70, viele davon Beschäftigte des Verteidigungsministeriums auf dem Weg zur Arbeit in der Stadt Rawalpindi.

Diese „Führer spiritueller innerer Kämpfe“ sind also nichts weiter als ganz profane Jihadisten: Muslime, die Jihad führen, den Heiligen Krieg, Heiligen Kampf oder wie auch immer man das nennen will. Sie morden im Namen Allahs. In manchen Fällen machen sie es sogar, ohne dass sie selbst den einzigen direkten Weg in die 72 Jungfrauen finden.

Der Begriff wurde meines Wissens in diesem Sinne bei Jihad Watch erstmals in der Überschrift zur Einführung des Berichts über den oben verlinkten Artikel aus Pakistan verwendet.

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Friedenshetzer

Freitag, 23. November 2007

Echt? Kriegshetzer, ja. Aber Friedens- HETZER? Frieden ist doch etwas Positives. Was soll das mit Hetze zu tun haben? Wer für Frieden ist, ist doch für Gewaltlosigkeit. Oder etwa nicht?

Nun, das ist nur leicht eingeschränkt richtig. Die Friedensbewegung und andere vermeintliche Friedensfreunde sind so versessen darauf, dass kein heißer Krieg statt findet, dass ihnen alles egal ist, was irgendwo mit Waffengebrauch unternommen wird. Es ist besser, wenn Iraker von Saddams Schergen gefoltert und ermordet werden, als dass der Irak von dem Regime befreit wird. Es ist besser, dass der Iran die Atombombe bekommt und die Welt damit erpresst, als dass jemand die Anlagen platt bombt (im Gegenteil, der Iran hat nach Maßgabe der Friedenshetzer ein Recht auf Atomwaffen – schließlich haben „andere“ [sprich: Israel] auch welche!). Es ist besser, dass in Zimbabwe alle Weißen im Gefängnis krepieren, als dass Mugabe durch eine Invasion das Handwerk gelegt wird. Und vor allem ist es besser, dass Jihadisten morden, als dass das Militär sie bekämpft. Und ein Afghanistan unter den Taliban ist einem mit die Taliban bekämpfenden NATO-Truppen immer vorzuziehen. Gewaltanwendung gegen Feinde der Demokratie ist immer falsch.

Umgekehrt ist Gewalt gegen Demokratien nicht falsch. Die Friedenshetzer haben immer wieder Entschuldigungen für alle, die Massenmord ohne Uniform und Abzeichen begehen und dabei massenhaft Zivilisten ermorden. Das sind dann Freiheitskämpfer, Militante, Aktivisten, manchmal sogar Terroristen – aber immer Leute, mit denen man reden muss und denen man die Gründe für ihre Taten nehmen muss, indem man ihre Klagen versteht und Forderungen erfüllt.

Jegliche Gewaltanwendung ist vor allem dann gerechtfertigt, wenn sie sich gegen die USA und Israel richtet. Da ist alles erlaubt. Das ist jetzt Spekulation, aber mich würde es nicht wundern, sollten die Friedenshetzer einverstanden sein, wenn Europa mit Militär gegen Israel vorginge oder französische (oder deutsche oder britische oder italienische oder…) Flugzeuge (oder U-Boote oder Kanonen oder…) einen US-Flugzeugträger versenken.

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Freitags-Kämpfe

Freitag, 23. November 2007

Die regelmäßigen, gewalttätigen „Auseinandersetzungen“ (sprich: Mordversuche) zwischen „Demonstranten“ der Fatah und „Polizei“ der Hamas nach den Freitagsgebeten im Gazastreifen.

Seit der Komplett-Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas hat sich die Fatah so langsam ein wenig erholt und inzwischen den Mut gefunden sich wieder öffentlich zu zeigen. Dabei kommt es im Gazastreifen inzwischen fast regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas, vornehmlich nachdem die Fatah-Leute sich bei den Freitagsgebeten Mut geholt haben. Nicht ganz klar ist, wer die Gewalttätigkeiten bei diesen „Kundgebungen“ auslöst; man kann aber davon ausgehen, dass es nicht nur die Hamas-Truppen sind, die anfangen zu prügeln und zu schießen; es gibt genauso Berichte, dass Fatah-„Demonstranten“ anfangen Steine zu werfen, Brandsätze zu werfen und zu schießen.

Und nur für den Fall, dass irgendein hirnverbrannter Halal-Hippie darauf hinweisen will, dass die Montagsdemonstrationen in Leipzig auch nach Gottesdienstbesuchen statt fanden: erstens waren das Sondergottesdienste (am Montag, keine „regulären“ am Sonntag) und zweitens waren die Demonstranten völlig unbewaffnet. Wenn Gewalt geübt wurde, dann ausschließlich von der Stasi.

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Fatah-Abitur

Freitag, 23. November 2007

Man könnte beinahe auch „palästinensisches Abitur“ nennen, wenn es den übrigen Schülern gegenüber nicht so unfair wäre – und eine ganze Reihe palästinensischer Jugendlicher die „Gefängnis-Variante“ gewählt hätten, bei der sie sich als Terroristen an Straßensperren festnehmen lassen, um in Ruhe in israelischen Gefängnissen ihren Abschluss zu machen, statt Zuhause den Unsicherheiten, der Unruhe und den Belästigungen palästinensischer „Sicherheitskräfte“ ausgesetzt zu sein.

Das Fatah-Abitur besteht im Abschreiben von Antworten aus Büchern. Das funktioniert, wie die Jerusalem Post berichtet, weil die Prüflinge ihre Sturmgewehre dabei haben und die Prüfer es nicht wagen den versuchten Betrug zu unterbinden.

Zustande gekommen ist diese Abschlussprüfung in Sondersälen, weil die Prüflinge vorher eine Reihe von Schulen in Nablus stürmten und die dort regulär zu prüfenden Schüler vertrieben. Sie „zwangen“ damit Mahmud Abbas, die Sondersäle einzurichten, damit sie nicht während der Prüfung von israelischen Streitkräften als gesuchte Terroristen festgenommen werden können.