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„Sendung für die Maus“ für Erwachsene

Samstag, 3. Oktober 2009

= ZDF heute journal

Die Sucheingabe „Sendung für die Maus für Erwachsene“ bringt bei Google ungefähr 5.190 Treffer. Gibt man zusätzlich „heute journal“ ein, reduziert sich das Ganze schon auf „ungefähr 1.060“ Treffer.

Diese Bezeichnung des ZDF-Nachrichtenflaggschiffs ist also offenbar nicht ganz neu. Aktuell bedienten sich dieser zutreffenden Kategorisierung – und dadurch ist er mir aufgefallen – Alexander Kissler im Magazin Cicero (und der ihn auf der Achse des Guten zitierende Eckhart Frey):

Woraus besteht das ZDF des Jahres 2009? Aus Gefühlsmanagement, das für Journalismus ausgegeben wird, und aus Kitsch und Klimbim, die Unterhaltung sein sollen. Besonders eindrücklich ist die Verwandlung des einstigen Nachrichten-Flaggschiffs „heute journal“ in eine „Sendung mit der Maus“ für Erwachsene – zumindest dann, wenn Marietta Slomka moderiert. Fast jede Nachricht präsentiert sie im Gestus des altklugen Kindes.

Die Eröffnung führt hinein in Mariettas bunte Welt. „Auch heute war wieder Krise“, lautet ein typischer Eingangssatz, oder „Das war heute wieder ein Tag mit schlechten Nachrichten“. Es folgen die Überlegungen eines strebsamen Mädchens, das sich für uns, dem Lehrer in der „Feuerzangenbowle“ gleich, janz, janz dumm stellt. „Soll Opel am Ende verstaatlicht werden? Und was heißt das überhaupt?“ Spätestens jetzt schraubt ihre Stimme sich nach oben. Ja, „was heißt das überhaupt?“ Den Beitrag fasst sie zusammen mit „schwierige Sache“.

Ein Filmchen über den kalifornischen Gouverneur Schwarzenegger nutzt Slomka zum Scherzwort. Er sei „schon längst kein Superheld mehr, sondern“ – kurze Pause, Stimme wandert nach oben – „Politiker“. Von solcher Art sind die Witzelchen im Nachrichtenmagazin des ZDF: gestern Held, heute Politiker, was für ein Abstieg, hahaha.

Den klügelnden Anmoderationen folgen Lach- und Sachgeschichten. Ob die Krise bei der Nordbank erklärt, eine mögliche Pleite der Bundesrepublik erörtert oder die Problemlage bei Opel dargelegt werden soll: Die Filme beginnen mit einer großen Portion human touch, mit dem Einzelfall, dem Arbeiter, der Hausfrau, dem Großgrundbesitzer, zu dem sie zyklisch zurückkehren. Dazwischen spricht ein Experte.

In der Mitte des Filmchens explodieren die Farben, schwirren die Formen durcheinander. Klötzchen sollen Anteilsverhältnisse anschaulich machen, Spielzeughäuser symbolisieren Auf- und Abschwünge, Spielzeugpanzer deuten auf Heeresgrößen. Der Zeichentrickfilm ersetzt die politische Analyse. Bezeichnenderweise führte das Regiment bei der optischen Runderneuerung von „heute“ und „heute-journal“ ein Grafikredakteur von „logo“. So heißen die Kindernachrichten im ZDF.

Das neue Design ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur allumfassenden Infantilisierung. Nicht erklären, nur zeigen wollen die Männer und Frauen der Nachrichtenabteilung. Satte 30 Millionen Euro Gebührengeld setzte man für das neue Studio in den Mainzer Sand. Im 690 Quadratmeter großen Raum ist der Moderator Teil der Kulisse. Der Computer berechnet dreidimensionale Modelle, die so schlicht geraten sind, dass sie peinlich berühren. Dem Jubiläum des Mondflugs etwa nähert man sich mit einem kleinen Planetenabbild, auf das der Moderator zuschreitet. Ein winziges Flugzeugmodell und ein winziges Raketenmodell dürfen dann ihren sekundenkurzen Flug Richtung Kunstmond antreten. So lernt man, dass ohne Geschwindigkeit der Mensch nicht vom Fleck gelangt. Derart überhand nehmen die Effekte, dass die Inhalte unerheblich werden. An einem Samstagabend waren die wichtigsten Nachrichtengeschichten: ein Erdrutsch in Sachsen-Anhalt, die Schweinegrippe auf Mallorca, das Verbot der Himmelslaternen in Nordrhein-Westfalen.

„Powered by emotion“ war einmal das Motto von Sat.1. Heute bemüht sich das ZDF, in dieser klebrigen Disziplin die Marktführerschaft zu erlangen. Darum gerieten die Berichte von der Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten zu Barack-Obama-Jubelfestspielen. Slomka stand unter Washingtons kaltem Himmel. Die vom ZDF als Reporterin eingekaufte Schauspielerin Dennenesch Zoudé tummelte sich auf der „National Mall“. Dank Zoudé weiß der Gebührenzahler, „es war einmalig, hier in der Menge zu sein. Wir hatten hier eine solch emotionale Stimmung, dass selbst mir die Gänsehaut gelaufen ist. Ich muss auch ehrlich sagen, ich hatte Tränen in den Augen. Es war einfach unglaublich.“ Zoudé legte nach: „Leute habe ich gesehen, die geweint haben – große, starke Männer, die gebebt haben vor Emotionalität, endlich diesen Tag erleben zu dürfen. Die Leute sind einfach euphorisch. Ja, es ist vollbracht.“ Der Messias muss herniedergestiegen sein in Washington, das ZDF erkannte ihn an der Verwandlung von Muskeln in Tränen.

Nichts ist einzuwenden gegen den Gang in die Menge. Alles aber ist einzuwenden gegen ein Nachrichtenprogramm, das sich darin erschöpft, gefühlig über Gefühle zu berichten und sich gemein zu machen mit der Stimmung des Augenblicks. Für pures Einverstandensein wurde der Journalismus nicht erfunden.

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Schlockumentation

Montag, 7. September 2009

engl.: schlockumentary

Gateway Pundits Wortschöpfung für die Art Film, die Michael Moore so herstellt und von unseren Friedenshetzern so gerne als Dokumentationen gehandelt werden.

„Schlock“ ist ein englisches Wort jiddischen Ursprungs und bedeutet „billig, minderwertig/schäbig oder zweitklassig“. Es stammt vom deutschen „Schlag“ ab, Jiddisch: schlak.
Im Bereich der Wissenschaften verweist schlock auch auf wertlose oder unzuverlässige Resultate. In den Künsten wird „schlock“ auch als Synonym für „Kitsch“ verwendet.

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Simulantenstadl

Montag, 10. August 2009

Sammelbezeichnung für eine illustre Runde von Möchtegern-Prominenten mit antiisraelischem Hasspotenzial, das immer gerne zumindest am Rand des Antisemitismus rumschubbert. Claudio Casula, der den Begriff geprägt hat, fasst es so zusammen:

Melzer tut so, als sei er ein richtiger Verleger, die Leserbriefverfasserin Hecht-Galinski imitiert eine Publizistin, Erhard „Sudel-Hardy“ Arendt hält sich für einen Chronisten des Bösen, und Felicia Langer behauptet, eine Menschenrechtsaktivistin zu sein.
Othmar Kaufmann aber ist die Parodie auf einen investigativen Reporter…

Damit sich niemand ausgesperrt fühlen muss: Alle ihre Fans und copy-and-paste-Jünger dürfen sich gerne mit angesprochen fühlen.

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Sport-Jihad

Dienstag, 28. Juli 2009

Vor dem Iran haben sie alle Schiss am Golf. Und selbst die Staaten, die etwas weiter weg liegen, sind alles andere als gut auf die Terror-Mullahs zu sprechen. Mit Ausnahme der Syrer natürlich. Gelegentlich kommt recht giftige Anmerkungen über das Regime in Teheran; andere halten sich lieber kusch und sagen nichts, besonders im Libanon – man darf die Hisbollah nicht allzu sehr reizen, die könnte sonst mal wieder die Muskeln spielen lassen.

Aber bei einem Thema ist der Iran offenbar Vorbild und Vorreiter: im Sport. Und zwar da, wo – wie könnte es anders sein – sämtliche „Extremisten“, „Moderate“, „Antiwestliche“ und „mit dem Westen Verbündete“ zusammenhalten wie Pech und Schwefel, egal, welche Differenzen sie untereinander haben: wenn es gegen Israel geht. Hier haben die Mullahs die Vorreiter gespielt, als ihre Athleten mehrfach bei Olympischen Spielen in Kampfsportarten nicht gegen israelische Sportler antraten; plötzliche „Verletzungen“ oder „Übergewicht“ wurden als Gründe von den internationalen Sport-Funktionären als Gründe akzeptiert, auch wenn sich kurz darauf herausstellte, dass die entsprechenden „Sportler“ von ihren Verbänden Prämien für ihren „heldenhaften“ Widerstand gezahlt bekamen. Folgen hatten das offensichtliche Lügen und die rassistische Unsportlichkeit nicht, selbst nicht, nachdem im Iran offen Lob und Würdigung des übel unsportlichen Verhaltens offen zugestanden und gelobt wurde.

Ermutigt davon wagte es dann 2008 in Peking ein iranischer Schwimmer, sich gegen die Juden zu produzieren und ging nicht an den Start (er sei krank, hieß es), als ein israelischer Schwimmer im selben Vorlauf eingeteilt worden war. Im Gegensatz zu den vorherigen Beispielen hatte der „Sportler“ allerdings auch keine Chance sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Aber dies war das erste (mir bekannte) Beispiel dafür, wo ein Boykott ohne direktes Zusammentreffen ausgeführt wurde, da der Israeli am anderen Ende der Bahnen schwimmen sollte. Doch warum in Wasser springen, das von einem Juden verseucht wird? Da fahre ich als guter Muslim und Staatsbürger lieber nach Hause und lasse mich als Widerständler feiern. Vor allem, wenn das IOC die Angaben zur Absage widerspruchslos akzeptiert. Und Präsident Peres sprach von den Olympischen Spielen als der am wenigsten rassistischen Veranstaltung der Welt. Das mag sein, aber wie lange noch?

Neben diesen direkt von iranischen Sportverbänden unterstützten Boykott-Fällen gibt es andere, bei denen die Mullah nicht direkt einwirken, weil sie nicht den direkten Zugriff auf den Sportler haben. Man erinnere sich an den iranischen Nationalspieler Vahid Haschemian, der normalerweise mit seinem Verein Bayern München 2004 zu Champions League-Spielen auflief. Nur, als der FC Bayern in Tel Aviv spielen musste, da war der Mann ganz plötzlich „verletzt“. Haschemian hatte kurz vorher noch verlauten lassen, er würde „natürlich“ mit nach Israel reisen. Und offenbar hatte es Druck aus Teheran gegeben; der dortige Zorn verflüchtigte sich schlagartig, als Haschemian „verletzt“ war.

Noch größere Umwege geht der iranische Boykott es im Fall Ashkan Dejagah. Der Mann war im Oktober 2007 deutscher U21-Nationalspieler und sagte eine Länderspielreise nach Israel nicht angetreten, weil er aus dem Iran stammt und seine Familie noch dort lebt. Er befürchtete Probleme für sie, hätte er in Israel gespielt.

Diese Fälle konnte man noch als Einzelfälle einstufen, die zwar eine Kontinuität aufzeigen, sich aber auf einen Terrorstaat beschränkt sind. Inzwischen hat sich das jedoch zu einer Seuche ausgeweitet, nicht zuletzt wohl deshalb, weil sämtliche Fälle für die jeweiligen Sportler wie auch für die iranischen Sportverbände und das dortige NOK völlig folgenlos blieben. Gerade zur Zeit sind „Boykotte“ und andere Aktivitäten en vogue, die dazu führen, dass israelische Sportler ihren Sport international oft eher begrenzt ausüben können – oder dass sie vor leeren Rängen spielen müssen.

Als „Auslöser“ für ein Beispiel darf der Gaza- oder Hanukka-Krieg vom Dezember/Januar dienen, als es vor und in der Halle zu Krawallen kam, als ein israelisches Basketball-Team zu einem Europapokal-Spiel in Ankara antreten sollte. Etwa 3.000 Zuschauer pöbelten gegen die israelischen Sportler, verbrannten vor der Halle eine israelische Flagge, bewarfen das Spielfeld mit Gegenständen (u.a. Flaschen) und drohten den israelischen Spielern, gingen sogar auf diese los. Diese verzogen sich in der Kabine und waren auch nach „Beruhigung“ der Zuschauer nicht bereit wieder auf das Spielfeld zu kommen. Der europäische Basketball-Verband wertete daraufhin das Spiel zugunsten der türkischen Mannschaft. Spätestens, wenn man bedenkt, was ein einzelnes fliegendes Feuerzeug im Fußball schon für Folgen hatte, fehlt für diese Entscheidung jeder Ansatz von Verständnis. Einmal mehr hatte antiisraelische Gewalt im Sport nur Folgen für die Opfer, die als (sportliche) Übeltäter da standen, weil sie „nicht angetreten“ waren.

Damit hatten wir den ersten Fall von antiisraelischem Sport-Jihad, der in einem (immer noch) nicht als islamistisch geprägten Land statt fand. Anders als in den vorigen Beispielen, war dieser Fall nicht von der Regierung oder von Sportverbänden inspiriert; die Polizei ging gegen die Randalierer vor. Anders bei den gerade aktuellen Fällen. Die sind von offiziellen Stellen und von Verbänden betrieben bzw. durch sie „gelöst“:

Da hätten wir zuerst den Fall des verweigerten Visums für die israelische Tennisspielerin Pe’er Shahar, der schon zur Genüge von anderen beschrieben wurde. (Der mediale Sturm im Wasserglas dazu hat dem israelischen Tennisspieler Andy Ram jetzt ein Visum beschert [5:28pm].)

Auch die israelische Daviscup-Mannschaft wird vom 6. bis 8. März in Malmö spielen dürfen – vor 4.000 leeren Zuschauer-Sitzen. Sicherheitsgründe haben dazu geführt, dass der Stadtrat kein Publikum zu den Spielen zulässt. Die Polizei war zwar der Meinung, dass keine Zuschauer außen vor bleiben müssten, aber der Sport- und Erholungsausschuss sieht das Risiko als zu hoch an und schloss Publikum mit den linken Stimmen (5 zu 4) aus; ganz abgesagt wurde das Match wohl nur deshalb nicht, weil das „nicht mehr möglich“ war, wie der für einen Ausfall plädierende stellvertretende Ausschussvorsitzende sagte. Der (nicht linke) Stadtverordnete John Roslund schäumt: „Ich finde, wir sollten den antidemokratischen Kräften nicht erlauben zu entscheiden, wie wir Sportveranstaltungen abhalten.“ Aber die Multikulti-Süchtigen der Politik Malmös treffen lieber Entscheidungen, mit denen Israel als Ursache hingestellt werden kann (seht her, wir müssen das tun, weil die Israelis solche Kriegsverbrecher sind und damit bei uns Krawalle provozieren), als antiisraelische Demonstrationsteilnehmer möglicherweise davon abzuhalten Gewalt zu verüben. Es ist auch bezeichnend, dass ein sportliches Ereignis einmal mehr für ein Hassfest genutzt werden soll. Wer diese Demonstrationen veranstaltet (warum wurden die für diesen Zeitpunkt überhaupt genehmigt?), wird natürlich nicht öffentlich gesagt. Da aber weder eine ethnisch schwedische Gruppe genannt wird und weder der (ethnische) Durchschnittschwede noch westliche Ausländer im Land dazu neigen ihre Demonstrationen mit Gewalt zu verbinden, darf sich jeder seine eigene Gedanken machen, wer da für die Sorge um die Sicherheit gesorgt hat.

(Einschub: Sollte jetzt jemand auf die anti-Ahmadinedschad-Aktionen während bzw. vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 verweisen, dann ist das etwas völlig anderes. Die Proteste richteten sich nicht gegen die Teilnahme der iranischen Nationalmannschaft an der WM. Auch wurde deren Auftritt nicht mit Großdemonstrationen dazu genutzt, Stimmung gegen den Iran zu machen. Einzig das Erscheinen des Teheran-Adolf war nicht gewünscht.)

Deutlicher als in Malmö wird in Trelleborg gesagt, was los ist. Dort sollte eigentlich eine israelische Taekwando-Delegation aus 45 Sportlern und 5 Trainern zu den schwedischen Meisterschaften kommen. „Die Reise wurde wegen Drohungen einer muslimischen Organisation abgesagt“, heißt es ganz offiziell. Ein schwedischer Verbandsvertreter berichtet: „Zehntausend Mitglieder einer muslimischen Organisation drohen, die Rechnung wegen des Krieges in Gaza zu begleichen.“ Und anscheinend ist der schwedische Staat nicht bereit bei einer so wenig bedeutenden Sportart genügend Polizei zur Verfügung zu stellen, dass die Veranstaltung geschützt ist.

Weiter dürfte interessant werden, was bei der Junioren-Europameisterschaft im Mai geschehen wird, die in derselben Halle stattfinden werden – der israelische Taekwando-Bund hofft, dass seine jungen Sportler dort teilnehmen können, selbst wenn es zusätzliche Drohungen geben sollte.

Wie bei jedem Herrenmenschentum findet sich auch beim muslimischen, dass es sich nur anfangs alleine gegen die Juden richtet, sondern sich gegen andere missliebige Gruppen ausdehnt und sich letztlich auch anders Denkende aus der eigenen Umgebung aus dem Weg räumt. Der Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation, Mohammad bin Hammam aus Qatar, ist der Meinung, er sei bereit dem südkoreanischen Fußball-Chef Cho „den Kopf abzuschlagen“. Das ist also der Umgang mit anderen, die einem nicht den Dhimmi-Respekt entgegen bringen. Offiziell behauptet der Qatari, das sei eine „harmlose und weithin genutzte arabische Metapher“ gewesen, die nur zum Ausdruck bringen solle, dass man jemand anderem Hindernisse in den Weg lege. Ah ja. Und was ist mit den anderen Arabern, die er ebenfalls beschimpft? Auch gegen den Bahraini Salman bin Ebrahim Al Khalifa reitet der seit 14 Jahren amtierende, inzwischen sehr umstrittene Präsident Attacken und behauptet Verschwörung gegen sich, die er bekämpfen muss. Die üblichen hochnäsigen Empfindlichkeiten also, mit den üblichen Reaktionen und den dann üblichen Verharmlosungen.

Wenn nochmal jemand behauptet, der Sport sei unpolitisch, dem sollte vielleicht doch eine Tüte Hirn implantiert werden. Insbesondere, wenn es um die Jihadisten geht, die zunehmend den Missbrauch von Sportveranstaltungen, Sportverbänden und Sportpolitik für ihre Zwecke betreiben. Anders und heftiger als es früher die kommunistischen Regime machten. Und bedrohlicher für den Westen, weil der wieder den Kopf in den Sand steckt.

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SA der Friedensbewegung

Mittwoch, 6. Mai 2009

Die Schlägertrupps, die sich „Autonome“ nennen und auf „antifaschistischen“ Demonstrationen vor allem gerne Polizisten krankenhausreif machen. Sie verhalten sich nicht anders als die Nazi-Braunhemden in der Weimarer Republik.

Der Begriff stammt, wie könnte es anders sein, von Henryk M. Broder, der ihn in einer „Diskussion“ mit einem solchen Antifa-Hitzkopf bei Strunz auf N24 verwendete.
(Hier die fünf Videos der Sendung auf YouTube)

Der Antifa-Milchbart hat sich natürlich alle Vergleiche verbeten und alle (bewiesenen!) Vorwürfe abgestritten, damit aber genau das bestätigt, was Broder sagte: Sie machen – wie „die Fa“ – ihre Opfer dafür verantwortlich, dass sie (die Antifa, die in Wirklichkeit eine Fa ist) sie (die Opfer der Antifa) verprügeln und verletzen.

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Saudi-Barbaria

Donnerstag, 3. Januar 2008

Nebenbezeichnung für das Königreich auf der Arabischen Halbinsel, dessen oberster Stammesführer die Haschemiten aus Mekka und Medina vertrieb und dessen König und Prinzen sich ausgiebig an Petrodollars laben.

Angesichts von Verhaltensmuster und Gesetzgebung dieses Landes kann man die Bezeichnung sehr wohl verstehen, die mir erstmals in einem Aufsatz von Denis Schulz auf Islam Watch begegnete: Muslims: The Most Kind, Loving, Loyal, Protective and Easily Offended People – Muslime: die freundlichsten, liebevollsten, loyalsten, beschützendsten und am leichtesten beleidigten Menschen.

Da es um ein anderes Thema ging, war der Begriff lediglich ein kleiner Einwurf, der nicht weiter ausgeführt wurde. Allerdings ein nachvollziehbarer. Immerhin gelten in diesem Land nicht nur barbarisch-mittelalterliche Strafen für „Vergehen“, die in der heutigen Welt überhaupt nicht mehr als Straftaten angesehen werden sollten; darüber hinaus herrscht ein korruptes Herrscherhaus in einem Stil, der lediglich bei barbarischen Potentaten zu finden war. Frauen sind Freiwild, selbst wenn sie verschleiert werden, haben weit gehend nur das Recht ihren Ehemänner als Gebärmaschinen zu dienen und ansonsten schweigend zu dulden. Wenn eine Schule brennt, werden die Schülerinnen wieder ins Feuer getrieben, um umzukommen – das ist besser, als wenn sie ohne ihre obligatorische Vollverhüllung anderen zu Gesicht kommen. Die eigentlichen Arbeiten müssen Gastarbeiter/innen erledigen – Haushaltsarbeiten vor allem junge Frauen, die sexuelle Übergriffe als völlig normal anzusehen haben. Sklavenartige Haltung der Bediensteten gehört ebenso zum Alltag wie alle möglichen Tricks, ihnen ihr Gehalt zu verweigern. Notfalls reist man mal eben ins Ausland und setzt die Sklaven dort aus – das nennt man neumodisch „human littering“. Und um nicht nur Frauen zu diskriminieren, lebt man den ganz alltäglichen Antisemitismus (Juden sind im ganzen Land verboten) und diskriminiert alle Religionen aus dem Islam nicht nur mit Verboten des Betretens der ach so heiligen Stätten, sondern auch durch relativ willkürlich durchgesetzte (oder nicht durchgesetzte) Verbote der Einfuhr selbst persönlicher Bibeln oder religiösen Schmucks.

(Die angeführten Beispiele sind alle in Medien der letzten sechs Jahre berichtet worden – ich bin derzeit allerdings zu faul, die Links dazu herauszusuchen. Wer welche findet, kann sie mir gerne zukommen lassen.)

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Suizid-Pazifisten, europäische

Freitag, 23. November 2007

Inzwischen braucht man das sicherlich nicht mehr auf Europäer zu begrenzen – die Demokratische Partei in den USA verhält sich zunehmend genauso.

Geprägt hat den Begriff offensichtlich Liberal in Austria geprägt, der sich fragt, ob die Suizid-Pazifisten nicht sogar noch gefährlicher sind als aktive Kriegshetzer. Er verfolgt die Spezies in seinem Artikel von ihrer Entwicklung seit Appeasement-Premier Chamberlain in den 1930-er Jahren bis zu den heutigen Vertretern, am Beispiel derer, die für nichts zu schade sind, um im Atomkonflikt mit dem Iran alles zu verharmlosen, was der Teheran-Adolf von sich gibt und alles zu verteufeln, was zu seiner Bekämpfung unternommen wird.

Grundsätzliche Kernaussagen zur Definition des Suizid-Pazifisten:

  • Der Slogan hieß nicht nur mehr “Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!”, sondern “Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Auch nicht gegen den Faschismus!”.
  • Dieser Suizid-Pazifismus drückt sich dadurch aus, dass sofort beim Wort “Waffe” oder “Krieg” zusammengezuckt wird. m Grunde genommen wären dies positive Reaktionen, würden diese Reaktionen nicht zum falschen Zeitpunkt kommen, wenn sich ein Land nämlich gegen Angriffe eines anderen Landes zur Wehr setzt.
  • Ein großes Symptom dieses Suizid-Pazifismus ist es, jede Kriegslösung pauschal abzulehnen, und sei es auch noch so begründete Notwehr wie die Verhinderung eines Völkermordes oder das Recht eines Staates, sich nicht zerbomben zu lassen.
  • Der Suizid-Pazifist dreht gerne Opfer und Täter um, weil er entweder zu wenig weiß oder die Tatsachen verdreht bzw. manipuliert. Der Verteidiger wird dann zum Angreifer, zum Haupttäter.
  • Die beliebtesten Opfer sind seit Entstehen Amerika und Israel.
  • Dabei stellt sich die Frage: Wer ist der größere Kriegshetzer? Wer ist gefährlicher? Der, der vor allzu großer Naivität warnt, und zur Not einen militärischen Angriff auf etwaige Atomanlagen als allerallerallerletztes Mittel nicht ausschließt? Oder der, der einem Menschen, der ganz offen von der Auslöschung eines anderen Staates träumt, die Technologie für die Erstellung der totalen Vernichtungswaffe anvertrauen will?

Unter dem eigentlichen Artikel folgt eine Auseinandersetzung mit einem Kritiker dieser Darstellung. Auch das ist lesenswert.

Eine hervorragende Ergänzung seiner Ausführungen hat Liberal in Austria auf dem eigenen Blog, wie auch bei den Weapons of Modern Democracy eingestellt: Der Suizidpazifisten-Reflex.

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(Einen) Schröder machen

Freitag, 23. November 2007

Weder Worthülsen von sich gegen, noch Diktatoren und Gewaltherrscher hofieren. „Einen Schröder machen“ entstammt dem unappetitlichen Verhalten des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder um die Zeit seines Abgangs aus dem Kanzleramt. Kurz vor seinem Dienstende fädelte er noch schnell einen Deal mit Russlands Gazprom ein, durch den jetzt eine (vielleicht unnötige) Gas-Pipeline durch die Ostsee nach Deutschland gebaut wird. Kurz nach seiner Abdankung wurde er von der Gazprom-Tochtergesellschaft, die die Pipeline baut, in deren Vorstand berufen und steckt jetzt ein erkleckliches Sümmchen als Gehalt ein.

Diese vermutete Verquickung von Entscheidung als Amtsträger und direkt nachfolgender Anstellung mit hoher Vergütung nahm Paul Belien vom Brussels Journal zum Anlass zu fragen, ob Tony Blair jetzt „einen Schröder macht“, als dieser sich beim EU-Gipfel gegen den neuen EU-Vertrag sperrte und ihm vom französischen Präsidenten angeboten wurde der erste „Präsident der EU“ zu werden (Blair tritt nur vier Tage nach dem EU-Gipfel von seinem Posten zurück), offensichtlich in der Absicht den Briten dazu zu bewegen seinen Widerstand aufzugeben.