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(Einen) Schröder machen

Freitag, 23. November 2007

Weder Worthülsen von sich gegen, noch Diktatoren und Gewaltherrscher hofieren. „Einen Schröder machen“ entstammt dem unappetitlichen Verhalten des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder um die Zeit seines Abgangs aus dem Kanzleramt. Kurz vor seinem Dienstende fädelte er noch schnell einen Deal mit Russlands Gazprom ein, durch den jetzt eine (vielleicht unnötige) Gas-Pipeline durch die Ostsee nach Deutschland gebaut wird. Kurz nach seiner Abdankung wurde er von der Gazprom-Tochtergesellschaft, die die Pipeline baut, in deren Vorstand berufen und steckt jetzt ein erkleckliches Sümmchen als Gehalt ein.

Diese vermutete Verquickung von Entscheidung als Amtsträger und direkt nachfolgender Anstellung mit hoher Vergütung nahm Paul Belien vom Brussels Journal zum Anlass zu fragen, ob Tony Blair jetzt „einen Schröder macht“, als dieser sich beim EU-Gipfel gegen den neuen EU-Vertrag sperrte und ihm vom französischen Präsidenten angeboten wurde der erste „Präsident der EU“ zu werden (Blair tritt nur vier Tage nach dem EU-Gipfel von seinem Posten zurück), offensichtlich in der Absicht den Briten dazu zu bewegen seinen Widerstand aufzugeben.

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