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Moonbats

Freitag, 23. November 2007

„Moonbats“ (Mond-Fledermäuse*) ist ein Begriff, der sich bei konservativen Bloggern und Autoren in den USA so langsam für die einbürgert, die entgegen aller Fakten ihre eigene Wunschvorstellung der Realität zur Wirklichkeit erheben, Verschwörungstheorien basteln, sie verbreiten und zur allein gültigen Weltsicht erhoben wissen wollen. Solche Typen aufzuzählen würde zu lange dauern, weil die allmählich zu einer unübersichtlich großen Gruppe werden. Einer gehört aber seit Jahren dazu: Jimmy Carter, Vorzeige-Antiisrael-Baptist, Versager-Präsident und Hetz-Unwahrheiten-Buchautor.

Genau diese Spezies homo sapiens gibt es in Europa auch zur Genüge, wenn sie nicht sogar mehr als deutlich die Mehrheit stellt. Darunter gibt es organisierte Gruppen, die sich die Menschenrechte auf die Fahnen geschrieben haben, aber nur allzu gerne eines dabei vergessen: das Recht real lebender Juden des Nahen Ostens ein sicheres Leben zu führen und sich gegen die zu verteidigen, die sie ausrotten wollen. Statt dessen werden die Terroristen zu Opfern und Freiheitskämpfern erklärt, die Israelis zu den neuen Nazis und Maßnahmen zur Vernichtung des jüdischen Staates gefordert, die natürlich alle nur zum Erhalt desselben dienen sollen.

Ähnlich sieht es mit den Rechten der Mehrheitsbevölkerung eines Staates aus, die sich nach den Wolkenkuckucksheimen und falsch verstandener Toleranz der Moonbats den Minderheiten beugen sollen. Sie haben Verständnis für Extremisten, wenn diese nicht „rechts“ sind, und alles, was diese tun. Sie halten so ziemlich alles für gut und akzeptabel, was die nicht „Rechten“ tun, selbst wenn massenhaft Menschen dabei ihr Leben verlieren oder Kulturgüter wie das Aufhängen von Homosexuellen an Baukränen oder die Steinigung von tatsächlichen oder vermeintlichen Ehebrecherinnen (Vergewaltigungsopfer können durchaus so eingestuft werden) unterstützt.

 

Der Begriff entstammt einer Zeitungsente, die die New York Sun im Jahr 1835 verbrochen hatte und in der behauptet wurde, ein britischer Wissenschaftler habe mit Hilfe eines von ihm entwickelten Fernrohrs fledermausartige Wesen auf dem Mond entdeckt.

 

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