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Pallywood

Freitag, 23. November 2007

Von Richard Landes geprägter Begriff für die „systematische Inszenierung von Szenen, um die grundsätzliche Darstellung vom Goliath Israel und dem palästinensischen David rüberzubringen“.

In diese Kategorie fallen vor allem filmische „Reportagen“, die einmal die (Pal-)Araber erzürnen und aufheizen, andererseits aber vor allem im Westen die Stimmung gegen Israel schüren. Ein gutes Beispiel für diese Propagandamaschine ist der Tod von Mohammed al-Dura ganz am Anfang des Oslo-Krieges. Nicht ganz spektakulär erfolgreich waren die Terroristen-Filmer in anderen Fällen, aber sie haben es immer wieder geschafft Israel an den Pranger zu stellen, obwohl es für die Vorfälle nicht verantwortlich war.

Erstaunt hat mich einmal, dass Prof. Landes den Beginn von „Pallywood“ in den Libanonkrieg von 1982 legte. Offensichtlich wurden dort schon Fälschungen vorgenommen und die Medien übernahmen eine offen feindselige Haltung Israel gegenüber. Das von ihnen veranstaltete Theater fürhte zu einem weithin diskutierten Artikel von Norman Podhoretz im Commentary Magazine vom September 1983, der einen bezeichnenden Titel trug: J’Accuse. Podhoretz warf den führenden Journalisten, Zeitungen und Fernseh-Netzwerken der USA Antisemitismus vor.

Bestätigt wurde jetzt, dass eklatante Fälschungen zur Stimmungsmache statt fanden. Notiert hat es Phyllis Chesler auf ihrem Blog in einer E-Mail. Eine israelische Feministin sah kurz vor ihrer Abreise zu einer Konferenz in Montreal im israelischen Fernsehen zwei Berichte. In dem einen folgte ein israelisches Nachrichtenteam einer französischen Filmcrew. Die Franzosen setzten mehrere kleine Kinder in ein ausgebranntes Auto, zündeten dahinter ein Feuer an und filmten die Kinder in dem „brennenden Auto“, wie sie schrien und weinten und im Hintergrund der Rauch aufstieg. Zwei Tage später sah sie den Film in Montreal im Fernsehen. Der Eindruck war klar: Die Israels hatten Kinder direkt angegriffen und zurückgelassen, damit sie verbrennen.
Im zweiten Bericht ging es darum, dass die israelische Luftwaffe ein „Krankenhaus“ mit großen roten Kreuzen auf dem Dach angegriffen hatte. Im Bericht war zu sehen, dass das “Krankenhaus“ in Wirklichkeit eine PLO-Basis war und die PLO-Terroristen aus dem Gebäude heraus schossen. Auch das erschien in den Nachrichten. Interessanterweise gab die libanesische Regierung eine große, teure Anzeige aus, in der sie erklärte, dass das so genannte Krankenhaus das von Arafats Bruder geführte PLO-Hauptquartier war.

Mahlzeit, liebe Medien. Pallywood hat euch schon lange fasziniert und ihr habt ihm alles geglaubt, was es produzierte. Eigene, seriöse Recherche, Überprüfung des Gelieferten – Fehlanzeige, da werdet ihr eher sauer. Aber wenn „nötig“, dann macht ihr sogar euer eigenes Pallywood. Ganz im Sinne eurer terroristischen Kumpel.

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