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Wortmülldeponie

Freitag, 18. Juli 2008

Tja, wie trennt man das vom Sinn her? Wort-Mülldeponie? Wortmüll-Deponie?
Beggnet ist mir der Begriff erstmals in einem Kommentar in dem unten verlinkten Eintrag von Spirit of Entebbe.

Ob nun Deponie für Wortmüll oder eine Mülldeponie für Wörter, ist aber eigentlich egal. Was gemeint ist, dürfte in jedem Fall klar sein: Da produziert jemand Haufenweise Müll, der aus Wörtern besteht. Müll, weil das Geschriebene nicht mit objektiven Fakten untermauert werden kann, sondern nur durch ideologische Verblendung; weil das Geschriebene pure Hetze gegen Andersdenkende ist; weil es diskriminierend bis rassistisch, oft antisemitisch ist. Und wo das veröffentlicht wird, da ist die Deponie.

Eine solche hat Claudio Casula beschrieben, als er sich die Ergüsse der Ellen Rohlfs vornahm: Verlogen-gehässiges in Buchstaben gegossen, mit falschen Behauptungen durchsetzt und sich selbst auch noch für ihr solches Tun auf die Schulter klopfend, Terrorismus nicht nur rechtfertigend, sondern auch noch als richtig und gut hinstellend und sich als Terroristin verhüllt mit Panzerfaust in eine Demonstration einreiht.

Eine weit heftigere Deponie hat Robin Renitent in seinem Rebellog schon im Dezember 2005 beschrieben. Heftiger, weil sich der Müll hier weitaus stärker als solcher erkennen lässt als bei Rohlfs. Die kann wenigstens noch vollständige Sätze formulieren und rechtschriftlich korrekt zu Bildschirm und Papier bringen. Das gelingt dem Superkünstler aus dem Westfälischen nun überhaupt nicht. Er denkt anscheinend so schnell, dass er das Gedachte – wohl gemerkt: nicht DURCHdachte – gar nicht rasch in die Tastatur bringt, wie er schon beim nächsten Wahn angekommen ist. Und so kommt diese Feststellung des Rebellog nicht überraschend: Es ist eine Art getippter Würfelhusten, auf die Breite des Bildschirms gekotzt, Satzanfänge ohne Ende, Zitate, Links, Kästchen, Balken, mal hier, mal dort, wilder als der Kleinanzeigenfriedhof der Berliner Morgenpost.

Es gibt noch jede Menge weitere Deponien, die sich aufzuzählen eigentlich gar nicht lohnt. Vielleicht stelle ich weitere besonders krasse Beispiel im Lauf der Zeit noch ein – allerdings kaum mit dem Link ins Original, die mag ich nicht verbreiten, sondern wenn ich Berichte über sie finde.

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