h1

Passiv-Shoah

Dienstag, 21. Juli 2009

Der Lindwurm hat diesen Begriff geprägt, als er sich einige „geniale“ Zitate der Bundesverdienstjüdin Felicia Langer ansah, die Castollux gesammelt hatte. Die Dame nimmt für sich in Anspruch „indirekte Holocaust-Überlebende“ zu sein, weil ihr Mann den Gaskammern und sonstigen Mordmaschinerien der Nazis entkommen war:

Als Jüdin und Israelin, als Überlebende des Holocaust (indirekt, denn direkt ist mein Mann Überlebender), habe ich die Lehre aus dem Holocaust gezogen.

Der Lindwurm kommentiert diese Absurdität so:

Das ist ganz groß! Nach dem Passivrauchen nunh also die Passiv-Shoah. Gut, zugegeben, es ist wahr, dass Verwandte an Traumata ihrer Angehörigen mitleiden können, aber sich in einem Satz als “Überlebende des Holocaust” zu stilisieren und gleichzeitig zuzugeben, dass das gelogen ist, das hat schon was von absurdem Theater.

Wenn’s nicht so übel wäre, ich würde vor Lachen zusammenbrechen. Das ist Realsatire pur. Eine Hass-Spritze will sich zu einer Art von Opfer der Nazis stilisieren, das sie nie gewesen ist. Aber es macht sich ja immer sehr gut, „Holocaust-Überlebende“ zu brüllen, um antiisraelische Hetze zu legitimieren – losgelöst von allen Fakten und nur aus einem Grund: abgrundtiefem Hass, der in Vokabular der Menschenrechte und des Friedens gehüllt wird.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: