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Märtyrer

Montag, 9. November 2009

Märtyrer sind Menschen, die wegen ihrer Überzeugung ermordet werden.

Märtyrer sind ausdrücklich NICHT solche Leute, die möglichst viele Menschen ermorden wollen und dabei in Kauf nehmen getötet zu werden oder sich selbst töten.

Der evangelische Bischof und ehemalige EKD-Vorsitzende Wolfgang Huber – dem ich eher selten zustimme – hat einen sehr richtigen und wichtigen Kommentar zum Märtyrertum geschrieben, der im Magazin Chrismon erschien. Darin hießt es:

Die Sehnsucht nach dem Paradies kann keine Rechtfertigung für mörderische Gewalt sein…

Märtyrer sind Glaubenszeugen. Nicht Lebensverachtung, nicht Todessehnsucht, nicht Visionen vom Paradies treiben sie in den Tod. Sie sterben durch die Gewalt ­derer, denen ihre Überzeugung ein Dorn im Auge ist… Zu Tode kommen sie bis heute, weil ihre Treue zu Gott und den Menschen der herrschen­den religiösen oder staatlichen Ideologie widerspricht…

Das Martyrium ist nicht eine Verherr­lichung des Todes. Es bezeugt das Ja zum Leben. Wer so das eigene Leben einsetzt, ist ein Märtyrer.

Es lohnt sich, das komplett zu lesen. Und die beste Zusammenfassung ist die hier: „Kein Märtyrer mordet!“

(Ergänzung zum ersten Märtyrer-Eintrag)

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