Archive for the ‘B’ Category

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Bessermensch

Sonntag, 6. März 2016

ein besserer Begriff als „Gutmensch“, weil – so schreibt es Archi W. Blechenberg auf der Achse des Guten – er verharmlost. Gutmensch sollte durch „Bessermensch“ ersetzt werden. Der Bessermensch tut nämlich in seinen Augen nicht nur Gutes, er tut zugleich „Besseres“. Dass er das tut, haut er allen um die Ohren, die „Böses“ tun, wie zum Beispiel Fleisch essen oder in Federbetten schlafen. Oder kritische Fragen zur aktuellen Politik stellen. Dass die Bessermenschen sich dabei meist der selben Sprache bedienen wie die, denen sie Nazitum bescheinigen, stört sie nicht weiter. Schließlich sind sie die Guten, pardon, die Besseren. Die dürfen das.

Tobias Tobler hat auch etwas über den Begriff des „Bessermenschen“ geschrieben:

Es ist ein neuer Wahnsinn, der die deutsche politische Klasse mit den Jahren scheinbar schleichend überkommen hat und nicht nur sie, auch die etablierten Medien. Es ist die Diktatur der deutschen Bessermenschen, die uns heimsucht. Bessermenschen? Nun, ich will zum einen – politisch korrekt – nicht ein Wort benutzen, das gerade zum Unwort des Jahres erklärt wurde, zum anderen wäre Gutmensch auch viel zu harmlos für das, was ich kritisiere. Nein, wir haben es inzwischen mit seiner Steigerung, dem Bessermenschen zu tun.

 

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Blowjob, palästinensischer

Mittwoch, 10. Juni 2009

„Palestinian Women for Blog Jobs“ überschrieb Aussie Dave seinen Eintrag zu einem YouTube-Video mit einem CNN-Bericht über Terroristinnen der Al Aqsa-Märtyrerbrigaden – also der Terrortruppe der moderaten Fatah (qualitätsmedial „militärischer Arm“ genannt). Sie – wie auch ihre männlichen „Kollegen“ – wollen sich unter Juden sprengen, auf Englisch „to blow up“.

(Ich bin auch versucht, ihn den muslimischen Blowjob zu nennen.)

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Bananen-Monarchie

Samstag, 14. Februar 2009

Das Vereinigte Königreich (Großbritannien) – „Monarchie“, weil es die Queen gibt – „Republik“ geht nicht. Dr. Marc Oliver Hartwich einige Jahre dort gelebt, bevor er nach „Down Under“ ging. Er berichtet aus eigenem Erleben auf der Insel und seiner Wahrnehmung aus der Ferne, wieso das Königreich eine Bananenmonarchie ist:

Die Verweigerung der Einreiseerlaubnis für Geert Wilders ist nur der letzte Mosaikstein, der sich in das Gesamtbild Großbritanniens nahtlos einfügt. Noch übertroffen wurde die Entscheidung allerdings von der Begründung, die der Vorsitzende des Innenausschusses im britischen Parlament, der Labour-Abgeordnete Keith Vaz, gestern Abend in der BBC-Sendung Newsnight nachlieferte. Von einem gemäßigten Muslim gefragt, warum dieser nicht mit Wilders über dessen Film Fitna debattieren dürfe, antwortete ihm Vaz, dass er das doch selbstverständlich könne. Er müsse sich nur in ein Flugzeug setzen und nach Amsterdam fliegen. Eine originelle Begründung fürwahr. Britische Staatsbürger genießen also Rede- und Meinungsfreiheit, wenn sie denn nur vorher ihr Land verlassen. Wenn das der Maßstab ist, dann gibt es auch in Diktaturen Meinungsfreiheit, nur eben nicht zu Hause.

Praktisch auch für die britische Regierung, dass sich die Opposition vorsorglich gleichgeschaltet hat. Deren innenpolitischer Sprecher Chris Grayling erklärte nämlich lediglich, dass er sich in Zukunft eine konsequentere Anwendung von Einreiseverboten auch für muslimische Extremisten wünsche. Dass es da zwischen Hass- und Gewaltpredigern einerseits und dem gewählten Parlamentarier und EU-Bürger Wilders andererseits einen Unterschied geben könnte, darüber sah Grayling gerne hinweg. Aber das muss man ihm nachsehen, denn nächstes Jahr wird in Großbritannien gewählt, und die Konservativen werden den Teufel tun und es sich nun mit der muslimischen Wählerschaft verscherzen.

Aber genau genommen ist eben dies das ganze Wahlprogramm der Tories, nämlich niemandem weh zu tun…

So schlafwandelt Großbritannien munter seinem moralischen, politischen und ökonomischen Bankrott entgegen…

… fragen darf, warum die Innenministerin über 100.000 Pfund für die Renovierung ihres Eigenheims erhalten konnte, von dem sie behauptete, es handele sich nur um ihre Zweitwohnung. Oder man könnte darüber spekulieren, warum ein Land von ein paar Zentimetern Schnee so lahmgelegt werden kann, dass sogar die Londoner Busse in den Depots bleiben. Das hatte nicht einmal die Luftwaffe geschafft.

Großbritannien ist auf dem besten Wege, wieder zum Kranken Mann Europas zu werden, wenn es das nicht schon längst ist. Das ist kein Grund zur Schadenfreude, sondern zur Trauer über ein ehemals großartiges Land. Was muss eigentlich noch passieren, bevor die Briten auf die Barrikaden gehen?

Ich jedenfalls werde an dem Tag, an dem der Internationale Währungsfonds in Großbritannien die Regie übernimmt, eine Flasche Champagner köpfen. Wahrscheinlich ist Hilfe von Außen die einzige Möglichkeit, dieses Land noch vor seiner eigenen politischen Klasse zu retten.

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BILD-Zeitung für Intellektuelle

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Der SPIEGEL (und sein Internetableger SPON), das Wochenmagazin aus Hamburg, von Rudolf Augstein gegründet und seit jeher – trotz dessen FDP-Mitgliedschaft – ein linksliberales bis linkes Kampfblatt, das sich mit allem hervortut, was links populär ist, besonders auch in der Verunglimpfung von Christen, die nicht der Meinung sind, dass Linksaußen-Politik das wahre Christentum bedeutet. Kampagnen-Journalismus ist ebenfalls ein Kennzeichen der Redaktion.

Seit kurzem gibt es einen SPIEGELblog, der sich den Wissenschaftsteil des Blattes vornimmt und auf dort vorhandene Unwahrheiten, Unzulänglichkeiten, Auslassungen und Fehler aufmerksam macht (und damit u.a. den Kampagnen-Journalismus entlarven hilft).

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Bundesbetroffenheitsnudel

Dienstag, 9. September 2008

die auch „Empörungsbeauftragte“ genannte Claudia Roth von den Grünen. Den Begriff Bundesbetroffenheitsnudel habe ich erstmals bei Israel-Network gesehen, wo vonhaeften aus einer Sendung „hart aber fair“ berichtete. Es gibt übrigens noch mehr Zitate, die Augenbrauen hoch gehen lassen können, allerdings von den Beteiligten der Sendung, angesichts derer ein weiterer Kosename für die Betroffenheitsbeauftragte nicht weiter auffiel: Oberschwatzbacke.

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BMO – Black Moving Objects

Freitag, 23. November 2007

Übersetzt: Schwarze, sich bewegende Objekte.

Nach Angabe von David Harnasch „libanesisch-englische, in Beirut übliche Bezeichnung für vollverschleierte Damen“ – also das englische Pendant zu Ralf Giordanos Pinguinen.

Der Begriff dürfte von den schwarzen Vollverkleidungen der vor allem schiitischen Damenwelt stammen.

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Bionade-Biedermeier

Freitag, 23. November 2007

In der ZEIT vom 8.11.2007 schrieb Henning Sußebach über die Veränderungen im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg, in dem sich heute praktisch nur noch finanziell gut ausgestattete Menschen mit linksliberal-politanarchistischem Wahlverhalten in ihr rot-grünes Spießerleben ohne störende Ausländer (für die man überall sonst gerne in die Bresche springt), dafür mit vorrangig politisch-korrektem Denken und schwer biologisch-korrekter Lebensmittelversorgung samt zugehörigen Vergeistigungsaktivitäten bewegen.

Dieses Szenario sich selbst für progressivst haltender linker Spießbüger benannte er mit dem Begriff „Bionade-Biedermeier“.

Die etwas negativ daher kommende Beschreibung meinerseits entstammt der offensichtlichen Selbsteinschätzung der heutigen Einwohner des Viertels, die nicht merken (wollen?), wie sie über die starke Verteuerung aller Lebensgrundbedürfnisse anders Denkende aus ihrem Viertel ausschließen, sich für die am richtigsten Leben einschätzen und mit Verachtung strafen, wer nicht so leben mag; die keinen echten Zusammenhalt, sondern konsequente Vereinzelung leben. Es sei ihnen gegönnt. So lange sie sich nicht über andere stellen.

Im Prenzlauer Berg selbst scheinen sie sich angegriffen zu fühlen von Sußebachs Artikel – das kann man in den Kommentaren sehen. Andere bestätigen, was den Einwohndern von Prenzlauer Berg zugeschrieben wird – sie haben sich aus dem Viertel verabschiedet, weil es ihnen auf den Geist ging. Wer sich ein eigenes Bild machen will, müsste schon dort hin. So habe ich zwar keine wirklich positive Meinung von den Prenzlauer-Berg-Bewohnern, aber auch das wäre wohl zu überprüfen. Wer weiß, Bionade-Biedermeier könnte einem vielleicht ja sogar gefallen.