Archive for the ‘C’ Category

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Clientitis

Samstag, 14. März 2009

Eine Diplomaten-Krankheit: Statt den Interessen ihres eigenen Landes zu dienen, treiben solche Diplomaten die Interessen des Landes voran, in dem sie eingesetzt sind.

Ein aktuell bekanntes Beispiel (März 2009) ist Charles W. Freeman, den Präsident Obama zum Chef des National Intelligence Council machen wollte, der aber dann doch das Handtuch warf, weil er „von der Israel-Lobby“ abgeschossen wurde, die eine Hetzkampagne gegen ihn geführt habe. Der ehemalige US-Außenminister James Baker (alles andere als ein Israel-Freund) schrieb über Freeman: „Freeman war von ‚Clientitis‘ heimgesucht. Statt bei den Saudis die Interessen der USA zu fördern, verfocht er saudische Interessen bei der US-Regierung.“

Die Krankheit ist vor allem bei US-Diplomaten festzustellen, die in Saudi-Arabien und anderen superreichen Ölstaaten dienen (vermutlich auch bei denen anderer Staaten, nur kommt das dort nicht so ans Tageslicht). Sie erwerben sich damit einen sicheren Posten für die Zeit nach ihrer Diplomatentätigkeit. Spätestens nach ihrer Rückkehr in die USA werden sie für Lobby-Dienste im Sinne der Araber bestens bezahlt.

Freeman war nicht nur für die Saudis aktiv; er war aktives und vor allem bezahltes Mitglied des Berater-Vorstands der regierungseigenen China National Offshore Oil Company (CNOOC), die ein Ölfeld im Iran entwickelt und deshalb von den US-Behörden ins Visier genommen worden war. (In dieser Funktion kritisierte er das Regime in Peking wegen des laxen Umgangs 1989 mit den Tien-an-Men-Demonstranten!). Mit diesen und weiteren Verbindungen wird deutlich, dass der Mann der Clientitis vollkommen erlegen war – und das bei Staaten, die nicht nur potenzielle Feinde der USA sind, sondern auch aktuell Freemans Heimat feindselig gegenüber stehen.

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Carterismus

Samstag, 26. April 2008

Definiert hat den Carterismus vielleicht auch jemand anderes, aber zusammengefasst beschrieben hat ihn Ari Shavit im April 2008 in Ha’aretz; auf Deutsch ist der Artikel bei der Achse des Guten zu finden. Die entsprechenden Passagen, die den Begriff beschreiben:

Der Carterismus ist Beschwichtigungspolitik; die fehlende Bereitschaft derjenigen im Westen, die das Gute fordern, die westlichen Werte zu verteidigen, wenn sie von Osten her angegriffen werden. Der Carterismus ist die Unfähigkeit aufgeklärter Menschen in Nordamerika und Nord-Tel Aviv, mit der Tatsache umzugehen, dass es manchmal auch in der Dritten Welt Böses gibt. Manchmal gibt es Böses auch in der arabischen Welt. Es gibt selbst palästinensisches Böses.

Der Carterismus ist eine schwere Plage, die sich innerhalb bestimmter Eliten in den Vereinigten Staaten, Europa und Israel festgesetzt hat. Der Carterismus ist eine gefährliche Verzerrung des Denkens und der Werte derjenigen, die sich rühmen, Denker mit Moral zu sein.

Ein kleiner Blick auf die Folgen:

Die Zusammenarbeit des Carterismus mit der Hamas ist eine Zusammenarbeit mit der Unterdrückung der Frau, der Inhaftierung von Homosexuellen und der Christenverfolgung. Die Zusammenarbeit des Carterismus mit der Hamas ist eine Zusammenarbeit mit religiöser Tyrannei, die das palästinensische Individuum mit Füßen tritt und danach trachtet, das jüdisch-israelische Kollektiv auszulöschen.

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Chritianophobie

Sonntag, 20. Januar 2008

kath.net lässt die Juristin Gudrun Kugler den Begriff Christianophobie (auch: Christenphobie) so definieren:

„Christianophobie bedeutet irrationale Furcht vor oder Hass gegenüber Christen oder dem Christentum im Allgemeinen. Der Begriff beinhaltet auch anti-christliche Voreingenommenheit und manifestiert sich in der schrittweisen Marginalisierung von Menschen mit christlichen Überzeugungen.“

Auf der Internetseite Christianophobia gibt es reihenweise Fallbeispiele aus Europa über Verspottung oder Verhöhnung des christlichen Glaubens, die Entfernung christlicher Symbole und dem Verbot, diese selbst zu tragen, wie auch zu Attacken auf den Glauben in Film und Fernsehen.

Der amerikanische Völkerrechtler Joseph Waller behauptet, der europäische Laizismus sei, im Gegensatz zum amerikanischen Säkularismus nicht einfach nur ein „Ich glaube nicht an Gott“, sondern eine Art Glaube für sich. Es handelt sich um eine aktive Feindseligkeit gegenüber der Religion, im Fall Europas gegenüber dem Christentum. Das stimmt so nicht (mehr?), denn auch in den USA setzt sich die religiöse Inbrunst gegen Christliches und christliche Symbole immer mehr durch. Allerdings gibt es dort noch – anders als meistens in Europa – Widerstand gegen den Totalitarismus der Christianophoben.

Ein Phänomen der Christianophobie gehört beiderseits des Atlantik auf jeden Fall dazu: Ein totalitäres System wie der (radikale) Islam wird schlichtweg nicht hinterfragt, sondern eher gestützt, während ein toleranter Glaube wie der Christliche zum Bösen schlechthin stilisiert wird – bis hin zu der Behauptung evangelikale Christen seien nicht besser als islamistische Terroristen.