Archive for the ‘D’ Category

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Proleptisches Dhimmitum

Samstag, 17. Dezember 2016

Prof. Richard Landes prägte diesen Begriff. Wörtlich bedeutet er „vorweggenommenes Dhimmitum“ und beschreibt das Handeln von Menschen im Westen, die das, was nach ihrer Meinung eine promuslimische Haltung ist, einnehmen – in Vorwegnahme herrenmenschlicher muslimischer Drohungen und Forderungen.

Einfacher ausgedrückt: Das gehen (linke) Bessermenschen hin und überlegen: „Das könnte Muslime beleidigen/böse machen“. Das reicht dann aus, um dieses Denken/Reden/Tun als bösartig, feindlich, hasserfüllt, rassistisch zu beschreiben. Denn alles, was Muslime böse machen KÖNNTE (egal, ob das tatsächlich so ist oder nicht), ist bösartig, kriminell, rassistisch, nazi.

Proleptische Dhimmis handeln, als seien Muslime ihrer Führer und sie gehen in ihrem Diensteifer über muslimische Forderungen hinaus, um diese schon vor Eintreten von deren Wut zu beschwichtigen.

 

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„Gerade wir als Deutsche“-Deutsche

Mittwoch, 5. Januar 2011

Solche Leute haben es sich zur Pflicht gemacht, den Juden/Israelis die Leviten zu lesen, was man aus der Schoah zu lernen hat. Wolfgang Pohrt definierte sie schon 1982 so:

Mit den Verbrechen, die Deutschland an den Juden und an der Menschheit beging, hat es sich eigenem Selbstverständnis gemäß das Vorrecht, die Auszeichnung und die Ehre erworben, fortan besondere Verantwortung zu tragen. Der Massenmord an den Juden verpflichte, so meint man, Deutschland dazu, Israel mit Lob und Tadel moralisch beizustehen, damit das Opfer nicht rückfällig werde. Zwei angezettelte Weltkriege böten, so meint man weiter, die besten Startbedingungen, wenn es um den ersten Platz unter den Weltfriedensrichtern und Weltfriedensstiftern geht – frei nach der jesuitischen Devise, dass nur ein großer Sünder das Zeug zum großen Moralisten habe. Je schrecklicher die Sünde, desto tiefer die Buße und Reue, je tiefer die Buße und Reue, desto strahlender am Ende die moralische Überlegenheit.

Dazu analysiert er:

Weil gerade die Linken hier weder den Nationalsozialismus noch Auschwitz begriffen haben, weil sie Ersteren mit einem besonders tyrannischen Regime und Letzteres mit einem besonders grausamen Blutbad verwechseln, deshalb haben sie die Hoffnung nicht aufgegeben, das Unrecht, welches sie anderswo entdecken, könne Deutschland entlasten.

Und wenn jüdische Israelhasser und/oder Antisemiten, Alibijuden der üblen Sorten solchen Müll noch unterstützen, dann ist der „Gerade wir als Deutsche“-Deutsche besonders zufrieden.

Gerd Buurmann hat übrigens anlässlich des Holocaust-Gedenktags 2011 in Köln ein besonders deutliches Beispiel für eine „Gerade wir als Deutsche“-Deutsche in petto.

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DiPLOmaten

Mittwoch, 9. Dezember 2009

= ehemalige Vertreter des Staates im muslimischen Ausland, die meinen, sie müssten den Nahostkonflikt lösen, indem sie die Israel-Vernichtungspläne der PLO (Stufenplan) und in Erweiterung die der Hamas und anderer Terrorgruppen unterstützen und der Regierung empfehlen Israel unter Druck zu setzen, dass es den Terroristen freie Hand gibt. Wobei natürlich selbstverständlich ist, dass trotz Erwähnung von „Extremisten auf beiden Seiten“ der arabischen Seite keine Bedingungen gestellt werden.

Der Begriff begegnete mir erstmals bei Henryk M. Broder, als der über 24 ehemalige deutsche Botschafter (allesamt im Ruhestand) und deren Brief an die Bundesregierung schrieb, wie mit dem Nahostkonflikt umgegangen werden solle.

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Deppen, die weisen

Montag, 31. August 2009

Original: Elders of Moron (moron = Depp, Geistesschwacher, Idiot, Irrer, Schwachkopf, Schwachsinniger, Trottel)

Im Juli 2007 schlossen sich auf Initiative von Nelson Mandela eine Reihe von ehemaligen Staatsmännern (und -frauen), Friedensaktivisten, Menschenrechtlern und Intellektuellen zu einer Gruppe „The Elders“ (Die Weisen) oder „Global Elders“ (Die Weisen der Welt) zusammen, die sich selbst zum Ziel setzten, sich unabhängig von Regierungen und Organisationen für Frieden einzusetzen. Sie haben eine eigene Internetseite, auf der sie ihre Aktivitäten propagieren. Dort finden sich zwar einige andere erfolglose Aktivitäten (sie prahlen, diese seien erfolgreich), aber Aufmerksamkeit bekommen sie immer nur dann, wenn es um den Nahen Osten geht.

Und für Arbeit im Nahen Osten sind sie hervorragend aufgestellt, denn es gehören ausgezeichnete Israel-Freunde dazu:
– Desmond Tutu, der Israel immer und überall Rassismus und Apartheid attestiert
– Mary Robinson, die für das Durban-Hassfest mitverantwortlich war und immer gerne gegen Israel schießt
– Jimmy Carter, der an Israel noch nie etwas Gutes finden konnte
– Kofi Annan, der in seiner Amtszeit tatsächlich einmal sagte, der Menschenrechtsrat sei einseitig
– Geldgeber (Sir) Richard Branson, der seine Milliarden auch immer gerne dazu nutzt Stuss über Israel zu verzapfen
– Li Zhaoxing, ehemaliger chinesischer Außenminister mit blütenreiner Menschenrechts-Weste

Das nur so als Auswahl. Ach ja, Aun Sun Suu Kyi ist Ehren-Weise. Leider kann und darf sie sich nicht dazu äußern, ob sie zu der Truppe gehören will, denn sie steht in Myanmar unter Hausarrest mit Maulkorb.

Diese elitäre Truppe hat sich also selbst zum Friedenschor erhoben, schickt sich auf Missionen nach „Palästina“ und macht Israel für alles Übel dort verantwortlich. Diese Verlogenheit hat dazu geführt, dass sie von englischsprachigen Kritikern regelmäßig als „Elders of Moron“ bezeichnet wird. Ins Deutsche übertrage ich das der Einfachheit halber als „Weise Deppen“ – und denke, das ist noch nett ausgedrückt.

Informationen zu den Deppen finden sich in der Rubrik „organisierte Hetze“ auf abseits vom mainstream unter „Die Weisen der Welt“.

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Dhimmokratie

Montag, 4. Februar 2008

Deine Demokratie, die sich dem Islam unterordnet, versucht ihn zu beschwichtigen (Stichwort: Appeasement), dabei ihre eigenen Grundlagen und Werte verrät und abschafft, um sich bei den Islamisten und Muslimen und ihren „Empfindlichkeiten“ anzubiedern und deren schlimmste Werte und Normen zulässt, auch wenn sie allem widersprechen, wofür diese Demokratie eigentlich steht. Das gilt für Politik, öffentliches Leben, kulturelles Leben wie auch den Sozialstaat. Dabei wird gleichzeitig mit sprachlichen Mitteln dafür gesorgt, dass nicht mehr wahrhaftig über die Probleme extremistischen Islams, seines Einflusses und der dadurch bestehenden Bedrohung gesprochen werden kann – womit gleichzeitig die Möglichkeit verwehrt wird, gegen Besorgnis erregende Entwicklungen und islamische Terroristen vorzugehen.

Geprägt wurde der Begriff, soweit ich das verfolgen konnte, von Melanie Philipps in ihren bisher vier Blog-Einträgen beim Spectator Anfang 2008. Sie beobachtet, wie ihre Heimat Großbritannien sich immer weiter diesem Zustand annähert. Zu begründen ist das mit seltsamen Aktionen wie diesen:

  • Der (zugegebenermaßen unklare) Begriff des „Kriegs gegen den Terror“ wird (ersatzlos) fallen gelassen.
  • Jihadisten werden nur noch als „Kriminelle“ bezeichnet, nicht als Terroristen.
  • Statt islamischen Terrorismus als solchen zu benennen, wird von „antiislamischen Taten“ geschwafelt.
  • Jede Erwähnung von Islam und Gewalt im selben Zusammenhang wird als ungehörig bis kriminell eingestuft.
  • Es wird „gemeinsamen Werten“ schwadroniert, die fundamentalen Unterschiede mit ihren gefährlichen Konsequenzen aber bestenfalls ignoriert, leider aber hauptsächlich geleugnet.
  • Die Einführung von Sonderregelungen für Muslime, die damit die normalen Verhaltensweisen und Regeln, die von jedem anderen Bürger erwartet werden, umgehen können oder gar nicht mehr beachten müssen.
  • Der Staat erlaubt Muslimen, Parallelinstitutionen zu schaffen, die außerhalb der normalen staatlichen Institutionen stehen und Muslimen einen Sonderstatus verschaffen, der anderen nicht zugestanden wird – und sie damit den normalen staatlichen Institutionen (und ggf. Sanktionen) entzieht.
  • Schulen ändern den Lehrplan, um nichts lehren zu müssen, was zwar historisch völlig richtig und eigentlich auch notwendig wäre, aber für Muslime als „nicht zumutbar“ angesehen wird.
  • Polygamie ist zwar verboten, aber wenn jemand in einem Land, wo sie erlaubt ist, mehrere Frauen heiratet, dann hat dieser Jemand (Muslim) auch für seine Nebenfrauen Anspruch auf Sozialhilfe und die Ehen werden anerkannt. Auf diese Weise wird eine muslimische Parallel-Rechtsprechung in Großbritannien offiziell eingeführt und für Recht erklärt.
  • Getoppt wird das alles davon, dass die angestrebte und im Gange befindliche Islamisierung des Landes von allen offiziellen Institutionen (Regierung, Verwaltung, Verbänden, Schulen etc. bis hin sogar zu Polizei und Geheimdiensten) zu leugnen ist, wenn sie nicht ohne ohnehin schon freiwillig geleugnet wird.

Letzten Endes begeht Großbritannien kulturellen Selbstmord, wenn es diesen Wahn nicht stoppt. Es ist kaum noch dabei die die Dhimmokratie zu schlurfen, es ist eigentlich schon so gut wie dort angekommen. Und der Rest von Europa macht sich in dieselbe Richtung auf.

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Dhimmi

Freitag, 23. November 2007

Dhimmis, “geschützte Völker”, sind frei ihre Religion unter einem Scharia-Regime auszuüben, sind aber Subjekt einer Reihe von erniedrigenden Regeln, die dazu geschaffen sind die Gebote des Koran durchzusetzen, damit sie „sich unterworfen fühlen“ (Sure 9,29). Diese Verweigerung gleicher Rechte und Würde bleibt Teil der Scharia und ist als solcher Teil des Gesetzes, an deren Durchsetzung – letztlich gegenüber der gesamten menschlichen Rasse – die globalen Jihadisten überall arbeiten.

Wenn Dhimmis sich über ihren untergeordneten Status der institutionalisierten Erniedrigung oder über Armut beschwerten, erklärten ihre Herren den Vertrag für ungültig und betrachteten sie als Feinde des Islam, Freiwild, als Objekte der Gewalt. Konsequenterweise waren Dhimmis allgemein eingeschüchtert zu schweigen und schlimmeres. Es ist fast unbekannt, dass Dhimmis sich gegen ihre Unterdrücker äußerten; das zu tun wäre Selbstmord gewesen. Jahrhunderte lang lernten die Dhimmi-Gemeinschaften in der islamischen Welt in Frieden mit ihren muslimischen Beherrschern zu leben, indem sie sich in ihre Unterwürfigkeit fügten. Einige identifizierten sich sogar aktiv mit der dominanten Klasse und wurden deren emsige Verfechter.

Angeführt von Dhimmi-Akademikern und eigene Interessen vertretende Lobbygruppen hat diese Haltung der züchtigen Unterwerfung Eingang in die westlichen akademischen Studien des Islam gefunden, von dort in Journalismus, Schulbücher und den öffentlichen Diskurs. Die Verheerungen des Jihads und des Dhimmitums dürfen nicht aufgezeigt werden; das zu tun würde den multikulturellen Ethos stören, der heutzutage überall vorherrscht. Das zu tun würde die Chancen auf Frieden und Annäherung zwischen den Zivilisationen gefährden, die nur allzu schnell aufeinanderzuprallen bereit sind. (Definition übernommen von Dhimmi Watch.)

 

Inzwischen gibt es bei Politically Incorrect eine ansehnliche Beschreibung der Stellung von Nichtmuslimen im Islam und in mehrheitlich nicht islamischen Gesellschaften (Schlagworte: Dhimmi, Muhadi, Harbi).

 

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Dialüg

Freitag, 23. November 2007

Eine Gesprächsform, von der immer behauptet wird sie sei ein Dialog und damit das Allheilmittel für sämtliche Konflikte, auch die mit Terroristen und Gewaltherrschern. Dabei gibt es den behaupteten Meinungsaustausch nicht wirklich, weil eine Seite Kritik nicht akzeptiert und die andere nur zu gerne die Thesen dieser ersten Seite aufgreift, übernimmt und als letztgültige Wahrheit verbreitet. Besonders zu beobachten in Runden mit Vertretern einiger bekannter muslimischer Verbände, die sich gerne als repräsentativ für die Muslime darstellen.

Eine besondere Form des Dialüg ist der „Dialog der Kulturen“, der nach Angaben von Josef Joffe statt findet wenn die eine Seite Respekt predigt [der der anderen entgegen zu bringen ist] und die andere Botschaften anzündet [das ist das, wovor man dann Respekt haben muss].* An gleicher Stelle definiert Henyk M. Broder ihn als Ersatz für den früher verwendeten Begriff „Völkerfreundschaft“ und bringt die Formulierungen „Sitten und Gebräuche fremder Menschen kennen lernen“, „auf gleicher Augenhöhe begegnen“ und „in die Knie gehen“ ein.

Ein weiteres Beispiel ist der „kritische Dialog“ Europas mit dem Iran. Er ist allerdings in so fern eine Sonderform, als er seitens des Westens als Feigenblatt für einträgliche Geschäfte – als Geldscheffelei – genutzt wird und selbst die zuhörenden Dhimmi-Kandidaten ihn nicht ernst nehmen. Im Gegenzug wird nicht alles, was aus Teheran kommt, als gut und der Wahrheit verpflichtet angesehen.

Der Begriff Dialüg ist offenbar so gut, dass jetzt andere versuchen ihn für sich zu vereinnahmen. So benutzt ihn die Gewerkschaft ver.di (Landesfachgruppe Baden-Württemberg) zur Zeit der Erstellung dieses Eintrags auf der ersten Seite ihrer Internetpräsenz in der Kritik an einem Vorstandsvorsitzenden Weise („Weise liegt falsch“). Und eine Carmen Ruth verwendet ihn als Titel für ein Gedicht, das als Verleumdung Kritik der Bundesregierung gemeint ist.

* Josef Joffe u.a.: Schöner Denken. Wie man politisch unkorrekt ist. Piper, München 2007.