Archive for the ‘G’ Category

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Gewaldedeu, der

Montag, 27. Februar 2017

(gefunden bei tapfer im nirgendwo)

Ein Gewaldedeu ist ein Gerade-wir-als-Deutsche-Deutscher. Gewaldedeus sind selten stolz auf ihr Land, außer wenn sie kritisieren können. Dann blühen sie auf und holen dabei voller Stolz ihren Hitler hervor. Der Gewaldedeu sagt, die deutsche Geschichte sei einzigartig, so einzigartig, dass auch er nun einzigartig ist.

Der Gewaldedeu setzt sich mit seiner deutschen Vergangenheit auseinander. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Heute sitzt er so weit auseinander von der deutschen Vergangenheit, dass er stolz darauf ist, nicht stolz darauf zu sein, Deutscher zu sein. Er denkt, „Ach, wären doch nur alle so wie ich“. Moralisch sieht sich der Gewaldedeu an der Spitze der Nationen. Wer ihm wiederspricht, ist ein Nazi. Besonders gerne bezeichnet der Gewaldedeu Menschen als Nazis, die aus Ländern kommen, die Deutschland einst von den Nazis befreit haben. Der amerikanische Präsident zum Beispiel steht für den gemeinen Gewaldedeu stets unter Naziverdacht. Zudem tendiert der Gewaldedeu dazu, unliebsame Eigenschaften am Gegenüber als „typisch deutsch“ zu bezeichnen.

Der Gewaldedeu hat in seiner Schulzeit jeden 9. November mit seinem Schulchor vor dem Gedenkstein in seiner Heimat gesungen, der an die Synagoge erinnert, die 1938 von den Nazis niedergebrannt wurde. Er verlegt liebend gerne Stolpersteine für ermordete Juden und trampelt irgendwann darauf herum. Er organsiert Ausflüge nach Dachau und Theresienstadt und hat den Soundtrack von “Schindlers Liste” im Schrank stehen. Der Gerwaldedeu liebt Klezmer!

Für einen Gewaldedeu sind Juden nichts weiter als Geister der Vergangenheit. Sie tauchen bei ihm fast ausschließlich in Gedenkstunden auf. In seiner Schulzeit hat er das Judentum überwiegend im Geschichtsunterricht kennengelernt, nicht so sehr in den Unterrichtsfächern Philosophie, Ethik, Religion und Gesellschaftskunde.

In den USA steht jüdisches Theater für spritzige, humorvolle Dialoge im Stil von Woddy Alan und Neil Simon. Wenn aber ein Gewaldedeu sagt, „Heute gehen wir in ein jüdisches Theaterstück“, dann macht er dabei ein ernstes Gesicht und denkt an Anne Frank, Auschwitz und den Holocaust. Juden sind für einen Gewaldedeu die Toten von damals, nicht die Lebenden von heute.

Der Gewaldedeu fühlt sich persönlich schuldig für den Holocaust, ganz so, als habe er die Verbrechen mit eigener Hand begangen. Wenn er einen Juden trifft, dann schwingt stets auch ein schlechtes Gewissen mit. Der Gewaldedeu sieht sich als Schuldner. Ein Schuldner braucht jedoch einen Gläubiger und für den Gewaldedeu ist das natürlich der Jude. Juden lösen somit bei einem Gewaldedeu unweigerlich ein schlechtes Gewissen aus und tief in seinem Inneren wird ein Gewaldedeu Juden Auschwitz niemals verzeihen.

Dafür geraten Gewaldedeus ganz aus dem Häuschen, wenn sie zeigen können, dass ihre Gläubiger auch nicht besser sind als sie. Gewaldedeus lieben es, Juden zu kritisieren, besonders wenn sie in Israel leben. Der Gewaldedeu hat schließlich aus der Vergangenheit gelernt, nämlich dass die Juden in Israel die Nazis von heute sind, was der Gewaldedeu nun wirklich überhaupt nicht verstehen kann, denn eigentlich müssten es die Juden doch besser wissen, schließlich hatten sie den gleichen Lehrmeister wie sie, nämlich die deutsche Geschichte. Nichts sagt ein Gewaldedeu lieber als: „Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen!“

Das größte Denkmal des Gewaldedeus ist das Holocaust Mahnmal in Berlin. Altkanzler Gerhard Schröder sagte einst dazu, es sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“ Zwei Gewaldedeus, die stolz sind auf ihre Vergangenheitsbewältigung, die es ohne die Vergangenheit natürlich nicht gäbe. Sie haben etwas aus dem Holocaust gelernt.

Es gibt jedoch nichts aus dem Holocaust zu lernen! Was soll es denn schon aus dem Holocaust zu lernen geben? Dass Menschen zu grausamen Ungeheuerlichkeiten in der Lage sind? Dass man Menschen nicht millionenfach vergast? Dass Juden auch Menschen sind? Dass man lieb zueinander sein sollte? Dass man sich wehren darf, wenn man verfolgt wird? Dass man Menschen, die andere Menschen vergasen, den Krieg erklärt? Dass man wahnsinnige Menschen mit allen Mitteln entwaffnet? All das kann man auch ohne Holocaust wissen! Der Holocaust ist keine Nachhilfe für moralisch Sitzengebliebene, sondern schlicht ein unvergessbares und unverzeihliches Verbrechen, aus dem es nichts zu lernen gibt!

Die Gewaldedeus aber machen den Holocaust zu einem moralischen Anschauungsunterricht. Zu irgendetwas muss Auschwitz ja gut gewesen sein. Und die Gewaldedeus haben was gelernt. Sie haben gelernt, die Regierungen anderer Länder als Nazis zu kritisieren und zwar mit letzter Tinte. Sie haben zudem gelernt, sämtliche Opfer von heute mit den Juden von damals zu vergleichen.

(den kompletten Artikel bitte beim Original lesen)

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Generation Schneeflocke / Schneeflocke

Samstag, 14. Januar 2017

„Generation Schneeflocke ist die Bezeichnung für junge Menschen, die emotional sehr verletzlich sind, wenig belastbar und die abweichende Meinungen als persönliche Herabwürdigung empfinden. Sie sehen es als ihr Grundrecht, von allen potenziell unangenehmen Dingen im Leben geschützt zu werden.“

So beschreibt es Tamara Wernli in der Basler Zeitung unter der Überschrift „Invasion der Memmen“ – eine total zutreffende Charakterisierung. Dazu führt sie weiter aus:

Hochschulen sind Förderer dieser «Ich bin das Zentrum des Universums»-Haltung. Wie The Telegraph ­vergangene Woche berichtete, führen immer mehr Universitäten in den USA und England zum Schutze der jungen Seelen Trigger Warnings ein, Warnhinweise bei Bildern oder Texten angesichts möglicher psychischer Belastungen. Der Begriff Trigger Warning stammt aus der Psychologie; mittels Vorwarnungen lassen sich bei Kriegs­veteranen mit posttraumatischen Belastungsstörungen oder Opfern von Sexualverbrechen erneute ­Traumata vermeiden.

Heute besitzt das Wort Trauma eine ganz neue Bedeutung: Weil sie ­«möglicherweise ein negatives Gefühl auslösen können», warnt die Glasgow-­Universität laut der britischen Zeitung ihre Theologiestudenten vor «Bildern von Jesus Kreuzigung». Die Oxford-­Universität warnt ihre Jurastudenten vor «verstörendem Inhalt» bei Lektionen, die sexuelle Gewalt betreffen. Veterinärstudenten werden vor toten Tieren gewarnt. Archäologiestudenten vor Skeletten. Die schottische Stirling-­Universität warnt bei ­Gender-Studien: «Wir können nicht ausschliessen, dass Sie Material ­antreffen, das negative Reaktionen ­auslösen kann, und bitten Sie, die ­nötigen Vorkehrungen zu treffen.» ­Aufgewühlte Studenten dürfen die Lesung verlassen. (Sie können sich dann direkt in Safe Spaces zurückziehen, speziell eingerichtete Komfort­räume, die ihnen ein Gefühl der ­Geborgenheit geben sollen – noch so ein fragwürdiger Trend. Nach dem Trump-Schock schossen diese zeitgenössischen Kuschelzonen an US-Hochschulen laut The Washington Post wie Pilze aus dem Boden.)

Die psychische Verfassung von Schneeflocken gerät auch ins Wanken, wenn jemand eine Ansicht vertritt, die ihrer eigenen Weltanschauung ­widerspricht. Dann formieren sie sich beharrlich in Protestbewegungen, wie vor einigen Wochen gegen Professor Jordan Peterson von der Universität Toronto, der es wagte, auf die Gefahren der Political Correctness hinzuweisen. Oder sie stellen unliebsame Kontrahenten an den Pranger, bis diese ihren ­Posten von selbst räumen – wie im Fall des Yale-Professoren-Ehepaars, das die Verbannung von «potenziell verletzenden» Halloweenkostümen infrage stellte und dafür als rassistisch und kulturell unsensibel gebrandmarkt wurde.

Die totale Abschottung vor negativen Gefühlen, vor Konfrontationen, vor Reizen – immerhin gestattet sie den gebeutelten Seelen, sich ungestört ihren Instagram-Posts und dem Zelebrieren des persönlichen Opferstatus hinzugeben. Wer schützt uns eigentlich vor dieser Generation?

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„Gerade wir als Deutsche“-Deutsche

Mittwoch, 5. Januar 2011

Solche Leute haben es sich zur Pflicht gemacht, den Juden/Israelis die Leviten zu lesen, was man aus der Schoah zu lernen hat. Wolfgang Pohrt definierte sie schon 1982 so:

Mit den Verbrechen, die Deutschland an den Juden und an der Menschheit beging, hat es sich eigenem Selbstverständnis gemäß das Vorrecht, die Auszeichnung und die Ehre erworben, fortan besondere Verantwortung zu tragen. Der Massenmord an den Juden verpflichte, so meint man, Deutschland dazu, Israel mit Lob und Tadel moralisch beizustehen, damit das Opfer nicht rückfällig werde. Zwei angezettelte Weltkriege böten, so meint man weiter, die besten Startbedingungen, wenn es um den ersten Platz unter den Weltfriedensrichtern und Weltfriedensstiftern geht – frei nach der jesuitischen Devise, dass nur ein großer Sünder das Zeug zum großen Moralisten habe. Je schrecklicher die Sünde, desto tiefer die Buße und Reue, je tiefer die Buße und Reue, desto strahlender am Ende die moralische Überlegenheit.

Dazu analysiert er:

Weil gerade die Linken hier weder den Nationalsozialismus noch Auschwitz begriffen haben, weil sie Ersteren mit einem besonders tyrannischen Regime und Letzteres mit einem besonders grausamen Blutbad verwechseln, deshalb haben sie die Hoffnung nicht aufgegeben, das Unrecht, welches sie anderswo entdecken, könne Deutschland entlasten.

Und wenn jüdische Israelhasser und/oder Antisemiten, Alibijuden der üblen Sorten solchen Müll noch unterstützen, dann ist der „Gerade wir als Deutsche“-Deutsche besonders zufrieden.

Gerd Buurmann hat übrigens anlässlich des Holocaust-Gedenktags 2011 in Köln ein besonders deutliches Beispiel für eine „Gerade wir als Deutsche“-Deutsche in petto.

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Gröpaz (der wahre!)

Donnerstag, 1. April 2010

Eigentlich ist der Titel/Name ja schon an Norman Finkelstein vergeben (Größter Politologe aller Zeiten); aber man kann ja auch mal erweitern.

Der Größte Peter aller Zeiten ist und kann nur sein: Peter Scholl-Latour, kurz PSL oder auch Peter „K“ Scholl-Latour, wie Wolfgang Röhl lehrreich weitergibt – K wie „Kennichalles“.

Und da hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. Es gibt nichts, was PSL nicht kennt und erklärt, auch wenn es noch so seltsam ist. Er, der alleine immer Recht hat und jedem sagt, wie die Sache läuft und wo der Hase hoppelt, muss Gehör bekommen und darf keinen Widerspruch erfahren. Kein Krieg, den er nicht höchstselbst erlebt hat, keine Terrortruppe, die er nicht überlebt hätte. Und am Ende hat sich noch immer herausgestellt, dass er Recht hatte, äh nichwahr.

Klar doch. Wer westlichen Staaten immer attestiert, dass sie nur Mist bauen (na ja, die Franzosen sind die gelegentliche Ausnahme), der kann ja nur richtig liegen. PSL, wie er leibt und lebt.

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Gaystapo

Freitag, 22. Mai 2009

Gefunden (über die Gegenstimme) auf MEDRUM.de

Was die MEDRUM-Leserin Marie Luise Prohaska von Freiheit und Verbot von Meinungen hält, dokumentierte sie in folgendem Leserbrief:

„Es ist ja auch völlig legitim, ja notwendig, allem gegenüber kritisch zu sein. Wie kommt man zu einer Meinungsbildung? Diskutieren statt Tabuisieren. Gedankenaustausch statt Denkverbote! Die Schwulenlobby und ihre Anhängerschaft haben inzwischen das demokratische Spektrum verlassen, weil sie die freie Rede Andersdenkender unterdrücken wollen. Alle, die nicht so eingestellt sind wie sie selbst, werden zu Nazis erklärt und (symbolisch) weggesperrt. Ich nenne das: Gaystapo!

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GEZapo

Donnerstag, 24. Juli 2008

Muss das wirklich erklärt werden? Nach allem, was man über die Methoden der GEZ-Kontrolleure gehört, gelesen, gesehen hat?

Gesehen im ersten Kommentar hier.

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GröPaZ

Dienstag, 8. Januar 2008

= Größter Politologie aller Zeiten
= Norman Finkelstein, wissenschaftliche Null, aber in Deutschland Medien- und Multikulti-Liebling, dem keine Verschwörungstheorie zu blöde ist, als dass er sie nicht vertreten würde, so lange sie nur „bestätigt“, dass die Juden eine Bande geldgeiler Raffzahne sind, die unschuldige Staaten und Völker versklaven. Die Deutschen (und Europäer) über die „Holocaust-Industrie“, die PalAraber über gewaltsame Landnahme, auch wenn die Gewalt dabei von den Arabern ausging. Ein weiterer „Finkelstein-Fakt“ in Sachen Verschwörung ist die Versagung akademischer Würden für den einzig wahren Holocaustüberlebenden-Nachkommen.

Gelesen habe ich den Begriff GröPaZ erstmals bei Claudio Casulas Beschreibung des Knallkopfs auf Spirit of Entebbe.