Archive for the ‘I’ Category

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Ineptokratie

Donnerstag, 19. April 2012

Ineptokratie – eine Herrschaftsfom, worin die Unfaehigsten von den Unproduktivsten gewaehlt werden, wobei die Mitglieder der Gesellschaft, die sich selbst am wenigsten selber erhalten oder gar Erfolg haben koennen, mit Guetern und Dinestleistungen belohnt werden, die aus konfiszierten Wohlstand einer schwindenden Anzahl der Werte Schaffenden bezahlt werden.

(Quelle: Beer7)

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Islamophobie

Mittwoch, 19. November 2008

… hat im politisch INkorrekten Wörterbuch nichts zu suchen, weil er eine Einbildung der multikulturell verblendeten Gutmenschlichkeit ist, die jede Kritik am Islam unterbinden will.

Wer sich etwas besser informieren will, was Islamophobie sein soll und was sie in Wirklichkeit ist, kann das bei Gideon Böss auf WELT debatte tun.

Und Bernd Zeller hat auf der Achse des Guten seine Begriffsbestimmung Islamophobie eingestellt.

Klaus Faber schreibt in der WELT anlässlich des „schiefen Vergleichs“ des Zentrums für Antisemitismusforschung über den Kampfbegriff Islamophobie: Sie verweist nicht auf tatsächliche Diskriminierung, sondern auf Vorwurfskonstruktionen, die angeblich unzulässige Kritik am Scharia-Recht und generell am „Islam“ als „islamophob“ diffamieren. (Der ganze Artikel ist lesenswert!)

Inzwischen gibt es auch bei Scrutograph einen ausführlichen Text zu den Unterschieden von Antisemitismus und angeblicher Islamophobie.

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Israelkritiker

Samstag, 22. März 2008

s. -> homo israelus criticus

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Islamophobie-Phobie

Sonntag, 25. November 2007

s. -> Meta-Islamophobie

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Islamismus

Freitag, 23. November 2007

Der Counterterrorism-Blog fasst die Definition des Islamismus so zusammen:

Islamismus ist eine politische Ideologie, die sich auf eine theokratische Version des Islam und das islamische Gesetz als Grundlager aller Aspekte des Lebens, der Regierung und der Gesellschaft gründet. Er ist eine „antidemokratische Bewegung“ und eine weitere der antifreiheitlichen Ideologien, der sich die westliche Gesellschaft im vergangenen Jahrhundert gegenüber sah. Weniger eine „nationalistische“ Bewegung, will der Islamismus die „Wiederherstellung des Kalifats“ erreichen. Der Islamismus ist eine internationalistische politische Ideologie. Er hat zahlreiche Zweige, wie der Islam selbst zahlreiche Zweige hat; in diesem Fall gibt es Zweige der islamistischen politischen Ideologie, die Gruppen einschließt, die auf dem Wahabismus und dem Salafismus (sunnitisch) gründen, auf dem Deobandismus (sunnitisch), der Philosophie der Muslimbruderschaft (sunnitisch) und auf dem Khomeinismus (schiitisch).

Die Mittel, seine Ziele zu erreichen, lassen sich in erster Linie in zwei Kategorien einteilen: den gewalttätigen, kriegerischen, terroristischen Jihad und den nicht gewalttätigen Jihad. Letzterer wird am besten durch den „gesetzeskonformen Islamismus“ beschrieben, einen Begriff, den Daniel Pipes eingeführt hat. Diese beiden Zweige unterscheiden sich in den Mitteln, nicht im Ziel. Der erste Link zeigt sogar, dass der terroristische Jihad für die „gesetzeskonformen“ Jihadisten hinderlich sein können. Trotzdem ist diese Form des nicht terroristischen Jihad nicht weniger gefährlich für unsere Gesellschaft als die Terroristen – sie unterwandern das System, betreiben einen „Marsch durch die Instanzen“, stellen Forderungen nach Privilegierung der Muslime, die mit menschenrechtlichen Grundprinzipien verklausuliert werden (und diese missbrauchen); und gelegentlich erpressen sie die Gesellschaften, in denen sie leben, indem sie drohen die Gewalttäter nicht zurückhalten zu können. All das läuft subtiler und im Rahmen des Gesetzes ab, ähnlich wie totalitäre Ideologien und Ideologen in der Vergangenheit auch Staaten und Gesellschaften unterwanderten, um sie zu stürzen und eine brutale Diktatur zu errichten. Allerdings haben dieses Vorgehen und die Unterstützung der extremistischen Anstregungen durch der Eliten der bedrohten Gesellschaften ein nie da gewesenes Ausmaß angenommen.

Kennzeichnend für den politischen, „gesetzeskonformen“ Islamismus ist auch, dass jegliche Kritik am extremen Islam als Angriff auf den Islam und die Muslime als Ganzes dargestellt und vehement beschimpft wird. Mit diesen Ansichten können sich diese Islamisten erstaunlicherweise weit gehend durchsetzen. In der Regel sind sie es, die die Diskussion und die Darstellung des Islam im Westen bestimmen. Moderate Muslime, solche, die die extremistischen Ziele nicht teilen, verhalten sich weit gehend still – vor allem aus Angst vor Repressalien durch die Islamisten, auch und gerade die „gesetzeskonformen“, die ihren Druck und ihre Drohungen „stiller“ und subtiler verbreiten.

 

Eine ausführliche und sehr lesenswerte Beschreibung von Islamismus und der Unterscheidung der Praktizierenden von Islam und Islamismus (ob sie nun mitgetragen wird oder nicht) ist auch auf der Gegenstimme zu lesen.

 

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Islamo-Faschismus

Freitag, 23. November 2007

Christopher Hitchens schreibt:

Der Begriff „Islamofaschismus“ wurde erstmals vom schottischen Autor Malise Ruthven in den 1990-er Jahren in der britischen Zeitung Independent benutzt; er schrieb über die Art, in der traditionelle arabische Diktaturen religiöse Reize nutzen, um an der Macht zu bleiben. Ich wusste davon nichts, als ich den Begriff „Faschismus mit islamischem Gesicht“ anwandte, um die Anschläge vom 11. September 2001 auf die Zivilgesellschaft zu beschreiben und diejenigen lächerlich zu machen, die die Anschläge als eine Art Befreiungstheologie in Aktion darstellten. „Faschismus mit islamischem Gesicht“ soll ein zweifaches Echo auf Alexander Dubcek und Susan Sontag auszurufen (wenn ich das so sagen darf) und kann jedenfalls nicht für alltägliche polemische Zwecke benutzt werden; also bleibt die Frage: Kann Bin Ladenismus oder Salafismus oder wie immer wir es nennen wollen, irgendetwas mit dem Faschismus gemein haben?

Ich denke: ja. Die offensichtlichsten Vergleichspunkte wären diese: Beide Bewegungen gründen auf einem Kult mörderischer Gewalt, der Tod und Zerstörung verherrlicht und das Leben des Gemüts verachtet. („Tod den Intellektuellen! Lang lebe der Tod!“, wie General Francisco Francos Spezi Gonzalo Queipo de Llano es so kernig formulierte.) Beide sind der Moderne gegenüber feindlich (außer in Bezug auf Waffen) und beide sind voll bitterer Nostalgie für Reiche der Vergangenheit und verlorene Glorie. Beide sind besessen von realen und eingebildeten „Erniedrigungen“ und dürsten nach Rache. Beide sind chronisch infiziert mit dem Gift der antijüdischen Paranoia (interessanterweise auch mit ihrem sanfteren Cousin, der Antifreimaurer-Paranoia). Beide streben nach Führung der Welt und der exklusiven Betonung der Macht eines einzelnen, großen Blocks. Beide haben eine starke Verpflichtung zu sexueller Repression – besonders der Repression jeglicher sexueller „Abweichung“ – und … der Unterordnung der Frau und Verachtung des Weiblichen. Beide verachten Kunst und Literatur als Symptome der Degeneration und Dekadenz; beide verbrennen Bücher und zerstören Museen und Schätze.

Faschismus (und Nationalsozialismus) versuchten außerdem den damaligen Erfolgen der sozialistischen Bewegung gegenzusteuern, indem pseudo-sozialistische und populistische Anreize ausgegeben wurden. Es ist in letzter Zeit sehr interessant gewesen zu beobachten, wie al-Qaida bemüht ist die Propaganda der Antiglobalisten und der Grünen-Bewegung nachmacht und wiederverwendet.

Natürlich sieht auch Hitchens keine perfekte Kongruenz:

Historisch legte der Faschismus große Betonung auf die Glorifizierung des Nationalstaats und der Körperschafts-Struktur. Es gibt in der muslimischen Welt davon nicht viel, wo die Bedingungen oft dem Feudalismus sehr viel näher kommen als dem Kapitalismus. Aber bin Ladens eigenes Firmen-Konglomerate ist – unter anderem – eine multinationale Schurkenfirma mit einigen Verbindungen zum Finanzkapital. Was den Nationalstaat angeht, so verlangt al-Qaida, dass Staaten wie der Irak und Saudi-Arabien aufgelöst und in eine großes, wieder belebtes Kalifat eingebracht werden – aber erinnert das nicht in einigen Punkten an das wahnsinnige Schema „Großdeutschlands“ oder Mussolinis Fantasie des wiederbelebten römischen Reiches?

Technisch predigt keine Form des Islam die rassische Überlegenheit oder behauptet eine Herrenrasse. Aber in der Praxis betreiben islamische Fanatiker ein faschistisches Konzept des „Reinen“ und des „Exklusiven“ über dem Unreinen und dem Kuffar oder dem Weltlichen. In der Propaganda gegen Hinduismus und Indien z.B. ist etwas sehr Bigottes sichtbar. In der Haltung zu Juden ist klar, dass über eine minderwertige Rasse gesprochen wird (was der Grund ist, dass viele muslimische Extremisten wie der Großmufti von Jerusalem an Hitlers Seite gezogen wurden). Bei der versuchten Vernichtung der Hazara in Afghanistan, die ethnisch persisch sowie religiös schiitisch sind, gab es auch einen starken Anklang von „Säuberung“. Und natürlich hat bin Laden den UN-Friedensschützern gedroht, sollten die es wagen den rassistisch-mörderischen Feldzug gegen afrikanische Muslime zu stören, der von seinen streng gläubigen sudanesischen Freunden in Darfur geführt wird.

Das macht es für mich erlaubbar, beide Phänomene in einem Atemzug zu nennen und anzudeuten, dass sie vergleichbare Bedrohungen der Zivilisation und der zivilisierten Werte bilden. Es gibt einen letzten Vergleich, der in gewisser Art ermutigend ist. Diese beiden totalitären Denksysteme leiden offenbar unter Todessehnsucht. Es ist sicher kein Zufall, dass beide selbstmörderische Taktiken und ein Ende als Opfer so betonen, wie auch beide offensichtlich lieber jeweils die Vernichtung ihrer eigenen Gesellschaft erleben wollen, als irgendeinen Kompromiss mit Ungläubigen oder irgendeine Abschwächung der Freuden der absoluten doktrinalen Orthodoxie. Daher können wir, obzwar wir die Pflicht haben dieser und jeder ähnlichen totalitären Bewegung Widerstand zu leisten und sie zu vernichten, auch recht sicher sein, dass sie genauso an der Herbeiführung ihrer Vernichtung einen unbewussten Anteil haben wird.

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Das Imperium

Freitag, 23. November 2007

Die EU. Das ist offiziell. Denn el presidente Manuel Barroso hat es gesagt. Das ist der Chef der EU-Kommission – oder auch der EU-Kommissare (ein Begriff, der recht gut zu „Imperium“ passt, finde ich).

Er hat auch ganz stolz gesagt, dass Imperien normalerweise durch eine Zentralgewalt über Diktate geschaffen würden, dies aber im Fall der EU nicht der Fall sei.

Na ja, die EU-Staaten haben sich zwar alle bereitwillig diesem Imperium angeschlossen, aber man kann nicht unbedingt sagen, dass es keine Diktate aus Brüssel gibt. Letzten Endes wird diktiert, was „Europa“ tun soll, da die Anweisungen des Imperiums in den Mitgliedsstaaten in der Regel ungefragt übernommen und abgenickt werden.

Darüber hinaus kann man sich ein Bild davon machen, wie das Imperium diktiert, wenn man die Ereignisse um die EU-Verfassung verfolgt, die jetzt „EU-Vertrag“ heißt. Barroso ist beispielsweise der Meinung, dass jeder Mitgliedsstaat zwar das Recht habe die Verhandlungen dazu wieder neu zu eröffnen, er aber erwarte, dass alle sich an die bisher erzielten Ergebnisse halten.

Und Margot Wallström, Barrosos Stellvertreterin, tönte gerade erst vor dem Spielzeugparlament EU-Parlament: „Wir diskutieren den Ratifizierungsprozess“ – nicht mehr den Vertrag an sich. Und in den mischen sich die Kommissare des Imperiums ein, damit sicher gestellt ist, dass keiner aus der Reihe tanzt. Souveräne Staaten gibt es hier im Bild der Top-Imperialisten nicht mehr.

Ein weitere Zitate:

Parag Khanna ist ein indisch-amerikanischer Geopolitiker und Berater der US-Regierung. In seinem neuen Buch, „Der Kampf um die Zweite Welt“ (Berlin Verlag, 2008), schreibt er: „Die EU ist das bei weitem populärste und erfolgreichste Imperium der gesamten Geschichte.“

Übrigens stammt der Begriff des liberalen Imperiums von dem britischen Diplomaten Robert Cooper, heute Berater des EU-Außenministers Javier Solana. Für Cooper bietet die EU „die Vision eines kooperativen Imperiums“.