Archive for the ‘N’ Category

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Nationalislamisten

Mittwoch, 23. August 2017

Der Begriff begegnete mir erstmals im Blog Tapfer im Nirgendwo in einem Text, in dem es eigentlich darum ging, dass die (deutsche) Medienwelt und sonstige Eliten händeringend nach Begriffen suchen, um den muslimischen Terror so zu beschreiben, dass er nicht nur nichts mit dem Islam zu tun hat, sondern Worte möglichst nicht vorkommen, die eine Verbindung zum Islam herstellen.

Da sich die meisten der muslimische Terrormörder zum Islamischen Staat bekennen und zudem immer immer gerne als einen Grund für ihr Tun „Juden“ anführen und gezielt auch Juden ermorden, kann man sie mit Fug und Recht als „Nationalislamisten“ bezeichnen – schließlich teilen sie ihren Judenhass und die Art, wie sie ihn ausleben durchaus mit den Nazis. Tapfer im Nirgendwo führt Beispiele an und erklärt:

Nachdem einer der Terroristen rund um den Anschlag auf Charlie Hebdo, Amedy Coulibaly, in einem jüdischen Supermarkt in Paris Geiseln genommen und vier Juden getötet hatte, rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: „Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?“ Die Antwort kam prompt: „Ja. Die Juden!“ Er zudem, im Namen des „Islamischen Staates“ zu kämpfen.

Da haben Sie die Motive, Frau Vu: Die Terroristen morden im Namen einer islamistischen Nation. Sie sind Nationalislamisten und sie hassen Juden wie Nationalsozialisten. Sie hassen Juden so sehr, dass sie nicht einmal davor zurückschrecken, Kinder zu ermorden, weil sie Juden sind. Das machen nur echte Nazis!

 

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NDPs – Nutznießer der Parallelwelt

Montag, 18. Oktober 2010

Von Güner Yasemin Balci geprägter Begriff für Migrationshintergründler, das „Heer der Quotentürken“, die immer herhalten müssen, wenn die Multikulti-Träumer die Positiv-Beispiele für gelungene Integration ausgraben. Nutznießer deshalb, „weil sie ihr Geld mit dem Elend der anderen verdienen, aber nicht wollen, dass außer ihnen noch jemand über das Elend spricht“. Sie führt – gerichtet an zwei Integrationsbeispiele – weiter aus:

Kleiner Test: Wenn die Formulierung „Ja, es gibt Probleme auch unter muslimischen Migranten, aber sie sind marginal, haben nichts mit Kultur und Religion zu tun und werden von der deutschen Öffenlichkeit übertrieben aufgebauscht“ auch euer Herz anspricht, dann seid ihr vermutlich schon von den NDPs dieser Welt assimiliert worden.

NDPs wollen nicht, dass eine kritische Debatte über die Probleme muslimischer Migranten an die Öffentlichkeit dringt. Daher stellen sie sich den Medien gern auch selbst als gelungenes Beispiel für Integration zur Verfügung. NDPs ärgern sich offiziell über Sarrazin, aber insgeheim freuen sie sich, weil er mit seinen kruden Thesen und dummen Ausschweifungen zur Eugenik jeden Journalisten zur Selbstzensur zwingt, weil er vermeiden will, mit Terror-Thilo in einem Topf zu landen.

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Nationalpazifismus

Montag, 1. Juni 2009

Ein offenbar in direktem Zusammenhang mit „Nationalsozialismus“ gewählter Begriff über die „Lehren“ „der Deutschen“ aus genau diesem und dem Zweiten Weltkrieg, weil er mit derselben Inbrunst betrieben wird wie die Huldigung und Nachfolge des Führers im Tausendjährigen Reich. Der Weblog Sicherheitspolitik, bei dem ich diesen Begriff erstmals sah, schreibt:

Die sicherheitspolitische Kultur Deutschlands unterscheidet sich von der anderer westlicher Staaten durch ihre betonte Zurschaustellung des Gefühls moralischer Überlegenheit über jene Staaten, deren sicherheitspolitisches Handeln sich nicht nur auf symbolischer Ebene bewegt. In allen politischen Lagern scheint man zu meinen, dass deutsche “Friedenspolitik” der Schlüssel zu sämtlichen Problemen sei. Das Selbstbewusstsein, mit dem diese Wahrnehmung vorgetragen wird, wirkt angesichts der realen Leistungsbilanz deutscher Sicherheitspolitik unangemessen und manchmal auch etwas aggressiv.

Dazu wird ein Kommentar aus dem Blogbereich des Commentary Magazine, contentions, angeführt:

Die Deutschen befinden sich im Prozess sich selbst als „Kriegsopfer“ neu zu definieren. Sie beanspruchen, dass jeder Krieg immer für jeden Beteiligten schrecklich ist und beseitigen damit alle Fragen des wer und warum. Die pazifistischen Deutschen haben bequemerweise die falschen Schlüsse aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen – dass Freiheit und Demokratie nicht militärisch verteidigt werden dürfen. Das kann man in Deutschland ständig hören: dass die Deutschen den Preis von Krieg kennen und ihre Lektion gelernt haben – anders als die naiven, dummen Amerikaner. Mit diesem ihnen selbst dienenden Mythos, nachdem sie einen Krieg begannen, der 50 Millionen Menschen das Leben kostete und der sie säuberte und rein machte, hatten sie die Möglichkeit eine höhere moralische Ebene zu erreichen. So gewinnen die Täter die moralische Überlegenheit über die Sieger. So denken sie zumindest. (Die Ironie besteht darin, dass die meisten Deutschen keine Erinnerung an irgendeinen Krieg haben, während Millionen Amerikaner von den Anstrengungen für den Sieg im Kalten Krieg und nachfolgenden Konflikten betroffen sind.)

Weblog Sicherheitspolitik weiter (Hervorhebung d.d.A.):

Der deutsche Nationalpazifismus artikuliert sich je nach politischem Lager unterschiedlich. Nur Antiamerikanismus ist allen Lagern gemeinsam. Es fällt allerdings auf, wie wenig sich die Parolen in den extremen Teilen des jeweiligen Lagers noch unterscheiden. Langsam dringen diese Diskurse in die Mitte der Gesellschaft vor, wie an den “Vernichtungskrieg”-Vorwürfen Norbert Blüms an die israelische Regierung oder der Beiträgen Jürgen Todenhöfers (beide CDU) erkennbar ist.

Der deutsche Pazifismus hat jedoch keine Zukunft. Er bietet keine Lösungen für reale Herausforderungen an und hat bislang auch kein Problem gelöst oder auch nur eingedämmt. Hätte er sich in den 80er Jahren durchgesetzt, wäre der Ost-West-Konflikt vielleicht anders ausgegangen.

Der Großteil der deutschen Gesellschaft hat die falsche Lehre aus der Vergangenheit gezogen. Pazifismus und Selbstgerechtigkeit mögen für geplagte Seelen einen therapeutischen Zweck erfüllen, aber sie sind keine Grundlage für sinnvolle Politik. Es bleibt zu hoffen, dass Deutschland dies nicht auf die harte Art lernen muß.

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Negev-Roulette

Freitag, 19. Dezember 2008

Das Leben in der Umgebung das Gazastreifens: Man weiß nie genau, wann es knallt – eine Rakete einschlägt oder ein Mörser. Die Raketen werden zu einem Teil noch einige Sekunden vorher durch Sirenen angekündigt, so dass man versuchen kann, sich an eine geschütztere Stelle zu begeben. Es kann auch täglich auf die Zahl der einkommenden Raketen und Mörser gewettet werden.

Die Einschläge kommen nicht nur zeitlich rein zufällig, sondern geografisch ebenso. Viele Raketen gehen in offenem Gelände nieder, aber es gibt noch genügend, die in Bevölkerungszentren explodieren. Weitere Zufälle finden sich neben dem Grad der angerichteten Sachschäden auch im Grad der notwendigen medizinischen Versorgung, die die Opfer brauchen werden – falls nicht ein Sarg notwendig wird (ein weiterer Zufallsfaktor).

Der Begriff begegnete mir erstmals im Nachrichten-Newsletter von Arutz-7 vom 18.12.2005.

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Neger

Freitag, 23. November 2007

Früher war das einmal eine unschuldige Beschreibung von Menschen mit dunkler bis sehr dunkler Hautpigmentierung, die vorwiegend aus „Schwarzafrika“ (also Afrika von der mittleren Sahara bis zum Kap der Guten Hoffnung) stammten.
Negativ „ergänzt“ wurde der Begriff durch ein mit „igg“ in der Mitte ausgesprochenes Wort, der als von Rassisten verwendet wurde und entsprechend abwertend udn beleidigend gemeint war. Im Zuge der Radikalisierung des „schwarzen“ Teils der US-Bürgerrechtsbewegung wurden beide Begriffe als rassistisch gebrandmarkt und auch in Europa wurde „Neger“ auf einmal als Schimpfwort definiert. Zunächst wurde er dann durch „Schwarze“ ersetzt, aber weil es zu viele Schattierungen gibt, bei denen Schwarze gar nicht so „schwarz“, sondern eher braun sind, muss man inzwischen „Afrikaner“ sagen.

Das hat interessante Folgen: Wenn ein „Afrikaner“ in Deutschland geboren ist, die deutsche Staatsbürgerschaft hat und noch nie in Afrika war, warum muss er dann immer noch als Afrikaner bezeichnet werden? Ist das nicht rassistischer als „Neger“?
Und was ist mit Weißen, die seit Generationen in Afrika leben und sich als Afrikaner verstehen? Darf man die nicht „Afrikaner“ nennen, nur wegen ihrer Hautfarbe? Auch das wäre rassistisch.

Besonders „lustig“ wird es dann, wenn man mit Kindern das Buch „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner liest. Die Kinder gehen das ganz unbefangen an; man kann mit ihnen über die Idee sprechen, die dahinter steckt: dass Kriege abgeschafft werden sollen. Ein Buch für die Friedensbewegung und gegen Diskriminierungen. Und auf einmal fragt dann einer: „Kann es sein, dass der Herr Kästner ein kleiner Rassist war?“

Dem Erwachsenen Kenner fällt die Kinnlade herunter. Ausgerechnet Kästner ein Rassist? Wie kommt der darauf?

Ganz einfach: Kästner hat beschrieben, wie die Tiere von jedem Kontinent ein Kind „entführen“. In Afrika war das – man bedenke, er hat das Ende der 1940-er Jahre geschrieben – natürlich ein „Negerjunge“. Und das steht heute noch so im Buch, es wurde nicht geändert. Weil aber „Neger“ heute als rassistisch gilt, meinte der kleine Leser trotz allen Besprechens der Absichten des Buches und des Autors, dass er doch ein Rassist sein müsste.