Archive for the ‘P’ Category

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Proleptisches Dhimmitum

Samstag, 17. Dezember 2016

Prof. Richard Landes prägte diesen Begriff. Wörtlich bedeutet er „vorweggenommenes Dhimmitum“ und beschreibt das Handeln von Menschen im Westen, die das, was nach ihrer Meinung eine promuslimische Haltung ist, einnehmen – in Vorwegnahme herrenmenschlicher muslimischer Drohungen und Forderungen.

Einfacher ausgedrückt: Das gehen (linke) Bessermenschen hin und überlegen: „Das könnte Muslime beleidigen/böse machen“. Das reicht dann aus, um dieses Denken/Reden/Tun als bösartig, feindlich, hasserfüllt, rassistisch zu beschreiben. Denn alles, was Muslime böse machen KÖNNTE (egal, ob das tatsächlich so ist oder nicht), ist bösartig, kriminell, rassistisch, nazi.

Proleptische Dhimmis handeln, als seien Muslime ihrer Führer und sie gehen in ihrem Diensteifer über muslimische Forderungen hinaus, um diese schon vor Eintreten von deren Wut zu beschwichtigen.

 

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Palästina-Effekt

Freitag, 8. August 2014

Bret Stephens, außenpolitischer Kommentator des Wall Street Journal schreibt, Kennzeichen des „Palästina-Effekts“ sei „der

abrupte und oft totale Kollaps logischer Gedankenführung, skeptischer Intelligenz und einfacher moralischer Urteile, wann immer das Thema palästinensischen Leidens aufscheint.“

Er erklärt das Phänomen an Beispielen, so:

Der wahre Nutzen des Leichenzählens besteht darin, dass das den sie zitierenden Reportern und Kommentatoren die Chance gibt implizit Israel dafür verantwortlich zu machen, während Fragen wie der zur letztendlichen Verantwortlichkeit für die Toten ausgewichen wird. Fragen wie Warum versteckt die Hamas Raketen in von der UNO betriebenen Schulen, wie die UNO selbst zugegeben hat? Was bedeutet es, wenn die Hamas das zentrale Krankenhaus von Gaza in „ein de facto-Hauptquartier“ verwandelt hat, wie die Washington Post berichtete? Und warum lehnt die Hamas weiter Waffenruhen ab oder bricht sie, denen Israel zustimmte?

Ein vernünftiger Mensch würde daraus zu dem Schluss kommen, dass die Hamas, die den Krieg begann, ihn weiterführen will und dass sie sich auf Israels moralische Skrupel verlässt zivile Orte nicht zu zerstören, die zynisch für militärische Zwecke genutzt werden. Doch da gibt es dann den Palästina-Effekt. Nach dieser Argumentation initiierte die Hamas die Kämpfe nur, weil Israel es nicht nur ablehnte die Gründung einer palästinensischen Koalition zu unterstützen, der die Hamas angehört, sondern auch, weil Israel es weiterhin Hilfe bei der Bezahlung der Gehälter der öffentlichen Bediensteten der Hamas im Gazastreifen ablehnt.

Matthias Küntzel drückt das Ganze so aus:

Überall auf der Welt mühen sich Politiker und Aktivisten, die ihnen von der Hamas zugedachte Aufgabe zu erfüllen. Zwar sagt keiner, was Israel gegen einen Feind hätte anders machen können, der das humanitäre Völkerrecht abschafft, um das zu befreiende Volk auf die Schlachtbank zu führen. Man ist sich lediglich darin einig, dass die einzig funktionierende Demokratie der Region auch diesmal an den Pranger gehört.

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Palwlowsche Leser

Sonntag, 28. Oktober 2012

Henryk M. Broder stellte eine besondere Spezies unter seinen Lesern fest. „Sie denken Tag und Nacht rund um die Uhr an die entrechteten Palästinenser, leiden mit ihnen und versäumen keine Gelegenheit, sich mit den Opfern der zionistischen Unrechtspolitik zu solidarisieren. Am liebsten würden sie das nächste Schiff nach Gaza besteigen oder den nächsten ICE nach Hebron. Aber sie tun es nicht, denn sie haben daheim eine wichtige Aufgabe zu erfüllen – irgendjemand muss die Welt über die Verbrechen der Zionisten aufklären.“

Dabei bleibt es nicht. Sie bringen ihn auch unabhängig von dem von ihm verschriftlichten Thema auf das einzig Wesentliche zurück:

„Sie reagieren direkter. Schreibe ich z.B. über Island, raten sie mir, mich mit dem Schicksal der Kinder in Gaza zu beschäftigen, die kein Pferd haben. Schreibe ich über polnische Delikatessen in Krakau, werde ich daran erinnert, was es alles in Nablus nicht gibt. Ich kann schreiben worüber ich will, die Pawlowschen Leser finden immer einen Weg nach Palästina. Wenn sie nicht darüber räsonieren, ob ich für den Mossad oder die CIA unterwegs bin. Zuletzt habe ich über eine Kleinstadt in West Virginia geschrieben. West Virginia hat, wie wir alle wissen, eine lange gemeinsame Grenze mit Deutschland auf der einen und Israel auf der anderen Seite.“

Das sind die Fanatiker, die anderen immer vorwerfen, sie würden nur ein Thema kennen. Na gut, neben der Eindimensionalität dieser Leser gibt es noch solche, die ein kleines Zusatzhobby haben (oder auch das völlig eindimensional betreiben): Broder Sachen vorwerfen, die so nicht stimmen. Ihm Sachen anhängen, die woanders hin gehören. Am liebsten Verhalten, das sie selbst an den Tag legen, aber abstreiten.

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Passiv-Shoah

Dienstag, 21. Juli 2009

Der Lindwurm hat diesen Begriff geprägt, als er sich einige „geniale“ Zitate der Bundesverdienstjüdin Felicia Langer ansah, die Castollux gesammelt hatte. Die Dame nimmt für sich in Anspruch „indirekte Holocaust-Überlebende“ zu sein, weil ihr Mann den Gaskammern und sonstigen Mordmaschinerien der Nazis entkommen war:

Als Jüdin und Israelin, als Überlebende des Holocaust (indirekt, denn direkt ist mein Mann Überlebender), habe ich die Lehre aus dem Holocaust gezogen.

Der Lindwurm kommentiert diese Absurdität so:

Das ist ganz groß! Nach dem Passivrauchen nunh also die Passiv-Shoah. Gut, zugegeben, es ist wahr, dass Verwandte an Traumata ihrer Angehörigen mitleiden können, aber sich in einem Satz als “Überlebende des Holocaust” zu stilisieren und gleichzeitig zuzugeben, dass das gelogen ist, das hat schon was von absurdem Theater.

Wenn’s nicht so übel wäre, ich würde vor Lachen zusammenbrechen. Das ist Realsatire pur. Eine Hass-Spritze will sich zu einer Art von Opfer der Nazis stilisieren, das sie nie gewesen ist. Aber es macht sich ja immer sehr gut, „Holocaust-Überlebende“ zu brüllen, um antiisraelische Hetze zu legitimieren – losgelöst von allen Fakten und nur aus einem Grund: abgrundtiefem Hass, der in Vokabular der Menschenrechte und des Friedens gehüllt wird.

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Putistan

Mittwoch, 4. März 2009

Alternative und realistische Bezeichnung für Russland.

Der zweifache Präsident und jetzige Premierminister Vladimir Putin hat das Land im Griff. Er ist der wahre Machthaber, der dem Präsidenten sagt, wo’s lang geht. Er hat praktisch jede Opposition erdrückt und „juristisch“ ausgeschaltet (mehr als zweifelhafte Verurteilung eines ihm nicht genehmen Öl-Magnaten); wer sich davon nicht beeindrucken oder fassen ließ, wurde eingeschüchtert, und wer sich nicht einschüchtern lässt, wird über kurz oder lang ermordet (u.a. Anna Politkowskaja). Notfalls wohl auch im Ausland (s. Polonium-Mord an Alexander Litwinenko in London).

Putin hat das fast alleinige Sagen in Russland. Wenn ihm etwas gegen den Strich geht, dass wird das wieder in die richtige Richtung gebürstet oder beseitigt. Nicht nur im eigenen Land, auch in den Nachbarländern wird entsprechend Druck gemacht. Und der Westen schön erpresst. Nach bester rein-demokratischer Art.

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pro-Terror-Friedensfürsprecher

Montag, 24. November 2008

auch: Terror befürwortende Friedensfürsprecher – Leute wie Lauren Booth vom Terror-Schiff nach Gaza oder auch jeder und jede sonst, die meinen „Frieden“ müsse dadurch geschaffen werden, dass man Israel verunglimpft bis verleumdet und die Terroristen müssten unterstützt werden. Alle die, die das Wort „Frieden“ ständig in den Mund nehmen, aber jegliche Verteidigung Israels gegen den Terror der PalAraber als nicht zulässig erklären. Alle die, die von Frieden reden, aber nicht zugeben wollen, dass die PalAraber und ihre „arabischen Brüder“ den Frieden meinen, der über den Gräbern der Juden eines vernichteten Staates Israel herrscht. Leute wie Lauren Booth (und Norman Paech, Norman Finkelstein, Norbert Blüm, Felicia Langer und wie sie alle heißen), die wider alle Fakten – Tony Blairs Schwägerin entgegen eigenem Erleben – behaupten, die Israelis würden für eine humanitäre Katastrophe im Gazastreifen sorgen und bei solchen Bildern nur eins denken können: Schlimmer als in Darfur!

Kurz: Die Leute, die „Frieden“ sagen, aber „terrorisiert die Juden“ meinen.

Gefunden habe ich den Begriff erstmals bei Elder of Ziyon (auf Englisch): pro-terror „peace“ advocates.

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Palästinamanie

Montag, 2. Juni 2008

Von Karl Pfeifer, Herausgeber von Die Jüdische (www.juedische.at) geprägter Begriff, den er erstmals auf der Achse des Guten vorstellte (weitere Beiträge dazu sollen folgen).

Pfeifer schreibt ausführlich, deshalb sollte man sich den gesamten Text durchlesen. Hier ein kurzer Auszug für die Definition:

Palästinamanie, ist eine Besessenheit, die den Politologen und Journalisten genug Material zur Untersuchung bieten würde. Doch weil sie sehr verbreitet ist, und in gewissen Kreisen zum guten Ton gehört, wird sie nicht als das erkannt was sie ist, eine Leidenschaft, die Leiden schafft. Die von Palästinamanie ergriffenen Menschen, eifern lediglich gegen Israel, Menschenrechtsverletzungen und seien sie noch so arg, werden anderswo nicht bemerkt, ihr Horizont ist verengt. Ihre Polemik wird mit einem Eifer betrieben, der bisweilen überzogen wirkt.
Menschen, die wirklich für den Frieden arbeiten, die Solidarität mit Palästinensern durch konstruktive Taten beweisen und die berechtigten Anliegen des palästinensischen Volkes unterstützen, werden von mir nicht als palästinamanisch gewertet.

Ein Kennzeichen der Palästinamanie ist, man gibt vor die Palästinenser zu mögen, was selten stimmt, wird aber leidenschaftlich, wenn es gegen den jüdischen Staat oder die „Zionisten“ geht.
Das war ein Beispiel für linksradikale Palästinamanie.

Die Palästinamanie ist aber auch leider unter Christen weitverbreitet, da lese ich in einem Bericht über eine Wiener Veranstaltung [2] von einem katholischen Geistlichen aus Amstetten: „Ich möchte als katholischer Priester sagen, daß ich den Holocaust zutiefst verurteile und daß es das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte war und daß man nichts mit dem Holocaust vergleichen kann…. Gleichzeitig können die unmenschliche Politik und die Verbrechen, die heute von Israel am palästinensischen Volk begangen werden, nicht mit dem Holocaust gerechtfertigt werden.“… Israel rechtfertigt sein Vorgehen im Gazastreifen, im Gegensatz zu dem was der Priester aus Amstetten verkündet, nicht mit dem Holocaust, sondern mit den Verbrechen gegen den Frieden, den die Hamas und ihre Anhängsel im Gazastreifen begehen

Wie gesagt: Bitte den ganzen Text lesen!