Archive for the ‘R’ Category

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Rassismus, progressiver

Freitag, 23. Dezember 2016

Aron Sperber, 21. Dezember 2016

Dieselben Leute, die uns stets erklären, Burkas hätten nichts mit der islamischen Religion zu tun, setzen sich im Namen der Religionsfreiheit für die Burka ein.

Unsere Progressiven, welche die Sprüche der Muslimbrüder über die Freiheit der Religion nachplappern, halten alle Religionen für gleich.

Sie mögen zwar gleich dumm sein, aber sie sind deswegen noch lange nicht gleich gefährlich.

Seine reaktionären Feinde zu unterschätzen, nur weil sie nicht wie gewohnt weiß und christlich sind, ist eine besonders progressive Form von Rassismus.

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Rechts-Terror

Samstag, 21. Februar 2009

vielleicht auch: rechtlicher Terror; nicht zu verwechseln mit „rechtem Terror“. Der Begriff stammt von Liron Liebman, den Leiter der Abteilung für Internationales Recht bei der Militärstaatsanwaltschaft der IDF.

Im Zuge der Maßnahmen der Israelis gegen den arabischen Terror (in jüngerer Zeit u.a. dem Krieg gegen die Hisbollah 2006 und dem gegen die Hisbollah 2008/2009) greifen die Helfer der Terroristen verstärkt dazu israelische Soldaten, Offiziere und Politiker im Ausland wegen „Kriegsverbrechen“ zu verklagen. Dabei machen sich einige Staaten zu Handlangern der Terroristen, wenn sie Klagen wegen angeblicher Kriegsverbrechen zulassen, die weder auf ihrem Territorium noch mit Schaden für ihre Staatsbürger oder nicht eingebürgerten Einwohner geschehen sind. Die ersten Fälle liegen schon fast ein Jahrzehnt zurück, als in Belgien Ariel Sharon angeklagt werden sollte (die Klage wurde erst abgewiesen, als auch Yassir Arafat verklagt wurde). In London stieg ein ehemaliger israelischer Generalstabschef nicht aus einem Flugzeug und flog sofort wieder nach Israel zurück, weil draußen die britische Polizei wartete, um ihn im Auftrag muslimischer Extremisten zu verhaften; weitere israelische Offizielle ohne Diplomatenstatus sagten Reisen nach Großbritannien ab. In Spanien hat gerade erst ein Gericht Klagen gegen Israelis zugelassen. Die türkische Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob sie die gesamte israelische Führung in Folge des Krieges über den Jahreswechsel wegen Völkermord (!) anklagen kann.

Zwar haben diese Klagen wenig Chancen auf Erfolg, allerdings auch kaum auf Freispruch, weil es in der Regel aus prozeduralen Gründen gar nicht erst zu Verhandlungen kommt. Das ist für die Klageführer aber egal, denn sie haben ihren Erfolg in dem Moment, wo die Klage zugelassen und veröffentlicht wird. Damit haben sie PR-Erfolg schon erreicht: moralischer Schaden ist angerichtet und nicht wieder gut zu machen.

Dass dies schon der Erfolg ist, den die Kläger suchen – und nicht die tatsächliche Verhandlung und Verurteilung – zeigt, wie unbegründet die Vorwürfe in Wirklichkeit sind. Die Klagen dienen einzig und allein dazu Israel und israelische Soldaten und Staatsbürger zu bedrohen und unter Druck zusetzen, einzuschüchtern, damit sie nicht tun, was sie rein rechtlich schon tun müssen, um ihren Staat zu schützen. Solche Ziele sind terroristische Ziele; die gewollte Wirkung ist eine terroristische. Damit ist die Bezeichnung dieser Aktivitäten als Rechtsterror völlig gerechtfertigt. Es handelt sich um einen eklatanten Missbrauch des internationalen Rechts.

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Raketenfrei

Dienstag, 6. Januar 2009

Das gibt es nur in Israel. Alles, was mit „frei“ zusammenhängt, wird von Schülern normalerweise sehr begrüßt: Hitzefrei, Schneefrei, das kennen die meisten. Aber „Raketenfrei“?

Raketenfrei kennen nur Schüler und –innen, Studenten und –innen, sowie auch Arbeitnehmer und –innen in Israel. Das gibt es nirgendwo sonst. Nicht einmal in Florida in der Umgebung von Cape Canavaral.

Nur hat dieses Raketenfrei einen tödlichen Hintergrund, der den Lernen nur allzu bewusst ist: Sie können sich nicht über die zusätzliche Freizeit freuen, denn sie kennen den Grund: der terroristische Versuch sie umzubringen. Sie haben frei, weil sie Zuhause (hoffentlich) sicherer sind als in der Schule oder Universität. Sie haben frei, weil es Leute gibt, die sie zwar nicht kennen, sie aber trotzdem umbringen wollen. Nur weil es sie gibt. Juden und ihren Staat.

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RAF-Flüsterer

Montag, 22. September 2008

Stefan Aust, der seit der Hoch-Zeit der RAF nicht von ihr los kommt, ihr in der zweiten Hälfte der 1980-er Jahre mit seinem Buch „Der Baader-Meinhof-Komplex“ ein Denkmal setzt und jetzt mit der Verfilmung allen Mythos wieder in Gang, der so gerne um die „revolutionären“ Mörderbanden mit ihren angeblich positiven Zielen hochgejubelt wird.

Der Begriff stammt von Bettina Röhl, aus ihrer Begutachtung des Films, der den Titel von Austs Buch trägt und das Gegenteil dessen ist, was seine Macher behaupten. Nix mit Entmythologisierung, der Mythos wird „perpetuiert“. Was Wunder, wenn Aust die Vorlage liefert. (Am besten den ganzen Artikel Röhls lesen!)

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Religion der immerwährenden Empörung

Dienstag, 4. März 2008

Englisch: Religion of Perpetual Outrage – von Michelle Malkin geprägte Zusatzbezeichnung für die Religion des Friedens. Tauchte bei ihr erstmals am 31. Juli 2006 auf, wo sie den Begriff begründet:

Die Qana-Nebelwand

Sehen Sie sich zuerst die Mob-Szenen dieses Wochenendes in der gesamten muslimischen Welt an, angeblich – angeblich – als Antwort auf die zivilen Toten in Qana im Libanon. Wütende Muslime von Beirut über Gaza nach Lahore setzen amerikanische und israelische Flaggen in Brand. Sie verbrennen Puppen westlicher Politiker. Sie erheben ihre Stimmen zu Todessprüchen:
(Fotos)

Es wirkt alles so … gut bekannt, nicht wahr? Haben wir den ganzen Ablauf, dieselbe vorgeschriebene Jihad-Theatralik vor kaum sechs Monaten wegen der Mohammed-Karikaturen erlebt?
(Fotos)

Die Wahrheit über die muslimische Empörung über Qana ist die, dass e snicht um die tragischen Tode in Qana geht – so wie es beim Karikaturen-Jihad nicht wirklich um die Karikaturen ging.

Erinnern Sie sich: Muslimische Empörung wegen der dänischen Karikaturen wurde geschürt und fabriziert, als gleichzeitig Versuche unternommen wurden, wegen der Entscheidung der Internationalen Atomenergiebehörde, den Iran an den Sicherheitsrat der UNO zu melden, weil es sein Atomforschungsprogramm weiter führte, Dänemark unter Druck zu setzen. Der Iran beschuldigte Israel wegen der Karikaturen:
(Text der Meldung dazu)

Es geht nicht um Qana, es geht um Gitmo [Guantánamo]
oder Karikaturen oder Popsänger oder Filmemacher
oder Bücher oder andere Bücher
oder Schönheitswettbewerbe und Bikinis
oder amerikanische Fastfood-Ketten
oder den Valentinstag
oder Kartenspiele
oder [Spar-]Schweinchen
oder Fußball
oder Southpark
(alle Stichworte verlinkt)

Es gibt immer etwas, das den Jihad-Mitgliedern der Religion der immerwährenden Empörung unter den Nägeln brennt. Es ist an der Zeit durch die Nebelwand hindurchzusehen.

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Recht und Ordnung

Montag, 17. Dezember 2007

Ein Prinzip des Zusammenlebens, das überall gelten sollte. „Recht und Ordnung“ bedeutet, dass alle vor dem Gesetz gleich sind, alle sich an die Gesetze halten müssen und Gesetzesverstöße für jeden bedeuten, dass er/sie deswegen zur Rechenschaft gezogen wird. Das fängt bei „kleinen Sünden“ wie falsch parken an und zieht sich durch bis zu Kapitalverbrechen.

Heute ist „Recht und Ordnung“ mehr oder weniger zum Schimpfwort geworden, weil es als „rechtslastige“ bis rechtsextreme Forderung, teilweise bis hin zu neonazistischem Gedankengut, dargestellt wird. Bestes Beispiel sind die USA, die als „law and order“-Staat verunglimpft werden. „Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit“ ist der „klassische Dreiklang des Rechtsextremismus“, wusste neulich der WDR zu verkünden. Warum auch nicht, wenn es chic ist „anarcho“ zu sein, den Staat zu unterminieren und sein eigenes Gesetz zu schaffen. So lange es nicht dem Multikulti-Wahn zuwider läuft – dann wird die Recht- und Ordnung-Maschinerie angeworfen, um die „Rechten“ aus dem wie auch immer gewollten Verkehr zu ziehen.

Kommentatoren im Blog von Kewil hatten darüber dann diesen kleinen Austausch:

Aus dem wdr-Link:
„Bei allen Kampagnen gehe es um „Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit – den klassischen Dreiklang des Rechtsextremismus“, sagt Alexander Häusler, der Autor der Studie „Rechtspopulismus in Gestalt einer Bürgerbewegung“.“

…ich dusche jeden Tag; also bin ich…
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Das reicht nur für Ordnung und Sauberkeit. Solange Du keine Sicherheitsvorkehrungen triffst, daß Du in der Dusche nicht ausrutschst, gehst Du also noch als Demokrat durch

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Rassist, humanitärer

Montag, 17. Dezember 2007

Der Begriff wurden von Manfred Gerstenfeld vom Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) geprägt. Im Interview mit der Jerusalem Post erläuterte er die Hauptströmungen des Antisemitismus an westlichen Universitäten. Eine dieser Strömungen ist der „humanitäre Rassist“. Er definiert ihn folgendermaßen:

 

Jeder kennt und akzeptiert, dass Nationalsozialismus und Faschismus ein klares Konzept überlegener Menschen und minderwertiger Menschen haben, wobei erstere über letztere herrschen sollten. Dieses Konzept steckte auch teilweise im Kolonialismus, wo weiße Menschen überlegen und die nicht Weißen minderwertiger waren. Fast jeder stimmt zu, dass dies verabscheuungswürdige Ansichten sind.

Man findet allerdings bei der Linken ein Spiegelbild davon. Die Version des humanitären Rassisten besteht darin, dass nur weiße Menschen für ihr Tun zur Verantwortung gezogen werden können, während nicht Weiße nur Opfer sein können. Nach Ansicht des humanitären Rassisten ist beispielsweise die Verdrängung der Christen durch Muslime in den Palästinensergebieten etwas, das sich zwischen „farbigen“ Völkern abspielt, die per Definition nie verantwortlich sind, also nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Daher muss Israel verantwortlich gemacht werden.

Sagt man nun einem extrem Linken oder einem Menschenrechtler, der diese Ansichten vertritt, dass diese Ansichten rassistisch sind, werden sie total beleidigt sein, weil sie das nie voll durchdacht haben. Doch sie sind nicht weniger rassistisch als weiße Rassisten.

Ich denke, da ist der beste Begriff für die Leute gefunden, die diesen „umgekehrten Rassismus“ betreiben. Und komme jetzt keiner mit der Behauptung, Weiße könnten nicht rassistisch gegen Weiße sein, weil sie Weiße seien. Das ist genauso unsinnig wie die Behauptung Juden könnten nicht antisemitisch sein. Oder noch schlimmer: Araber könnten nicht antisemitisch sein, weil sie selbst Semiten sind. Wer eine Gruppe Menschen auf diese Weise abstempelt, handelt rassistisch und ist damit Rassist. Auch ein Jude gegenüber anderen Juden. Oder Weiße gegenüber anderen Weißen.