Archive for the ‘V’ Category

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Verbands-Islam / Konferenz-Islam

Donnerstag, 5. Juni 2008

Das ist „der“ Islam, der von Muslim-Verbänden auf Konferenzen vertreten wird und nie und nimmer, auf keinen Fall und unter keinen Umständen mit irgendetwas zu tun hat, was hier im Westen kritisch gesehen werden könnte. Das ist der Islam, der für alle Probleme die integrationsunwillige Mehrheitsbevölkerung verantwortlich macht; die staatlichen Organe, die nicht genug „Sensibilität“, Personal und Geld zur Verfügung stellen. Einzig „der Islam“ hat mit allen Problemen nichts zu tun, ist völlig von allen Verantwortlichkeiten freizusprechen und kann keiner Fliege was zuleide tun.

Außer, Mohammed wird beleidigt. Dann kann für nichts garantiert werden.

Oder wenn sie die Meinung gegeigt bekommen, statt mit dem von ihnen verlangten Respekt behandelt werden, dann kann auch schon mal rausrutschen, dass für nichts garantiert werden kann.

Und auch für diese angedrohten Folgen gilt dann: Das hat mit Islam aber ü.b.e.r.h.a.u.p.t nichts zu tun! (Hinter dem Link der Text, in dem mir der Begriff erstmals bewusst auffiel.)

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Viktimologie

Freitag, 23. November 2007

Viktimologie ist die Verinnerlichung einer Opferrolle mit dem Effekt, dass der Betreffende in dieser Rolle sonnt und aus ihr Forderungen nach einer Änderung der Lage ableitet, aber nichts selbst dazu tut, seine Lage zu verbessern. Das Opfer glaubt an die Macht seiner Opferrolle, stilisiert sich ausschließlich zum Opfer und übernimmt keine Verantwortung dafür, seine Situation zu verbessern. Die tatsächlichen und vermeintlichen Opfer fixieren die tatsächlichen und vermeintlichen Täter auf diese Rollen; diese Täter werden ausschließlich auf ihre Schuld und die sich daraus ergebenden Entschädigungsansprüche reduziert und festgelegt. Verbandsvertreter dieser Opfer werden wütend, wenn an dieser ideologisierten Konstellation etwas geändert werden soll.

Der Begriff begegnete mir erstmals in einem Artikel von Mariam Lau in der WELT (Dank des Transatlantic-Forums wieder drauf aufmerksam geworden). Er beschreibt dort die institutionalisierte Opferrolle der Muslime, die sich immer und ausschließlich als Opfer des Westens sehen wollen und darstellen: Diese “Viktimologie“, in der Muslime nur als leicht entflammbare Opfer auftauchen, war wohl das giftigste Geschenk, das der Anti-Imperialismus dem Nahen Osten je machen konnte.

Das beschreibt, wo diese Haltung her kommt: aus dem Westen. Gutmenschliches Antiimperialistentum hat dafür gesorgt, dass im Westen immer die Schuld für alles bei sich selbst gesucht und gleichzeitig postuliert wird, dass andere nicht Schuld sein können. Und selbst wenn, dann liegt die Verantwortung dafür auch wieder beim Westen. Die Muslime haben sich das zu eigen gemacht, weil es ihrer Mentalität ohnehin entspricht und sich der Westen durch sein schlechtes Gewissen so schön erpressen lässt.

Weitere Beispiele für Viktimologie gibt es bei den Afroamerikanern, wie der amerikanische Rassismus-Forscher Shelby Steele erklärt. Abgeschwächt kann man es auch in Ostdeutschland und auf dem Balkan sehen.

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Völkermord-Olympiade

Freitag, 23. November 2007

Die Olympischen Spiele sind eine heilige Kuh. Die sind – angeblich – völkerverbindend und – noch angeblicher – unpolitisch bzw. über der Politik stehend. Trotz der Erfahrungen nicht nur von 1936. Und so war ich schon bei der Verkündigung der Vergabe an China fuchsteufelswild – die Schlächter vom Tienanmen sollten die Olympischen Sommerspiele 2008 ausrichten dürfen. Man erhofft sich davon „die weitere Öffnung Chinas“.

Welch ein Schwachsinn! Kann man bei der Olympiade 1936 noch damit argumentieren, dass man sich nicht hatte vorstellen können, wie die Nazis sich selbst inszenierten und welche positiven Auswirkungen die Spiele für Nazi-Deutschland hatten, so gilt das nicht weiter. Und deshalb ist es einfach nicht gerechtfertigt einem Regime solche Propagandasiege auf dem Silbertablett zu servieren. Schon wegen des Verhaltens Chinas als Massenmord-Regime, Freiheits-Verweigerer und ökonomischer Gangster (Stichwort massenhafte Markenfälschung) würde es reichen, dass dieses Land einfach nicht Ausrichter der Spiele hätte sein dürfen.

Mia Farrow hat noch gröber zugeschlagen, als sie den Begriff der „Völkermord-Olympiade“ benutzte. Sie wirft Steven Spielberg im Wall Street Journal vom 28. März 2007 vor, dass er Gefahr laufe zur „Leni Riefenstahl der Spiele von Peking“ zu werden, weil er der Völkermord-Olmypiade in China als Berater für die künstlerische Gestaltung dient (in etwa so, wie Riefenstahl Hitlers Olympiade inszenierte). Sie begründet ihren Völkermord-Vorwurf in erster Linie mit der Rolle Chinas im Sudan, wo die Volksrepublik als Geldgeber, Investor, Waffenlieferant und Öl-Käufer auftritt, Unmengen Geld hinein steckt und in der UNO (zusammen mit den arabischen und anderen muslimischen Staaten) kräftig daran dreht, dass das Land wegen seiner Massenmorde in Darfur (und anderen Regionen) nicht zur Rechenschaft gezogen wird.

Auf ihrer eigenen Internetseite hat Farrow den Artikel mit The ‚Genocide Olympics’ überschrieben (so wird es wohl im Wall Street Journal auch gewesen sein). Olympische Völkermord-Spiele – und alle werden hinrennen und dann erzählen, wie toll es dort gewesen und welch ein hervorragender, herzlicher und angenehmer Gastgeber die Volksrepublik China ist. Und die Völker- und Massenmörder werden ihr Ansehen in der Welt gesteigert haben. Herzlichen Glückwunsch, IOC!