Posts Tagged ‘Dhimmitum’

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Proleptisches Dhimmitum

Samstag, 17. Dezember 2016

Prof. Richard Landes prägte diesen Begriff. Wörtlich bedeutet er „vorweggenommenes Dhimmitum“ und beschreibt das Handeln von Menschen im Westen, die das, was nach ihrer Meinung eine promuslimische Haltung ist, einnehmen – in Vorwegnahme herrenmenschlicher muslimischer Drohungen und Forderungen.

Einfacher ausgedrückt: Das gehen (linke) Bessermenschen hin und überlegen: „Das könnte Muslime beleidigen/böse machen“. Das reicht dann aus, um dieses Denken/Reden/Tun als bösartig, feindlich, hasserfüllt, rassistisch zu beschreiben. Denn alles, was Muslime böse machen KÖNNTE (egal, ob das tatsächlich so ist oder nicht), ist bösartig, kriminell, rassistisch, nazi.

Proleptische Dhimmis handeln, als seien Muslime ihrer Führer und sie gehen in ihrem Diensteifer über muslimische Forderungen hinaus, um diese schon vor Eintreten von deren Wut zu beschwichtigen.

 

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Dhimmokratie

Montag, 4. Februar 2008

Deine Demokratie, die sich dem Islam unterordnet, versucht ihn zu beschwichtigen (Stichwort: Appeasement), dabei ihre eigenen Grundlagen und Werte verrät und abschafft, um sich bei den Islamisten und Muslimen und ihren „Empfindlichkeiten“ anzubiedern und deren schlimmste Werte und Normen zulässt, auch wenn sie allem widersprechen, wofür diese Demokratie eigentlich steht. Das gilt für Politik, öffentliches Leben, kulturelles Leben wie auch den Sozialstaat. Dabei wird gleichzeitig mit sprachlichen Mitteln dafür gesorgt, dass nicht mehr wahrhaftig über die Probleme extremistischen Islams, seines Einflusses und der dadurch bestehenden Bedrohung gesprochen werden kann – womit gleichzeitig die Möglichkeit verwehrt wird, gegen Besorgnis erregende Entwicklungen und islamische Terroristen vorzugehen.

Geprägt wurde der Begriff, soweit ich das verfolgen konnte, von Melanie Philipps in ihren bisher vier Blog-Einträgen beim Spectator Anfang 2008. Sie beobachtet, wie ihre Heimat Großbritannien sich immer weiter diesem Zustand annähert. Zu begründen ist das mit seltsamen Aktionen wie diesen:

  • Der (zugegebenermaßen unklare) Begriff des „Kriegs gegen den Terror“ wird (ersatzlos) fallen gelassen.
  • Jihadisten werden nur noch als „Kriminelle“ bezeichnet, nicht als Terroristen.
  • Statt islamischen Terrorismus als solchen zu benennen, wird von „antiislamischen Taten“ geschwafelt.
  • Jede Erwähnung von Islam und Gewalt im selben Zusammenhang wird als ungehörig bis kriminell eingestuft.
  • Es wird „gemeinsamen Werten“ schwadroniert, die fundamentalen Unterschiede mit ihren gefährlichen Konsequenzen aber bestenfalls ignoriert, leider aber hauptsächlich geleugnet.
  • Die Einführung von Sonderregelungen für Muslime, die damit die normalen Verhaltensweisen und Regeln, die von jedem anderen Bürger erwartet werden, umgehen können oder gar nicht mehr beachten müssen.
  • Der Staat erlaubt Muslimen, Parallelinstitutionen zu schaffen, die außerhalb der normalen staatlichen Institutionen stehen und Muslimen einen Sonderstatus verschaffen, der anderen nicht zugestanden wird – und sie damit den normalen staatlichen Institutionen (und ggf. Sanktionen) entzieht.
  • Schulen ändern den Lehrplan, um nichts lehren zu müssen, was zwar historisch völlig richtig und eigentlich auch notwendig wäre, aber für Muslime als „nicht zumutbar“ angesehen wird.
  • Polygamie ist zwar verboten, aber wenn jemand in einem Land, wo sie erlaubt ist, mehrere Frauen heiratet, dann hat dieser Jemand (Muslim) auch für seine Nebenfrauen Anspruch auf Sozialhilfe und die Ehen werden anerkannt. Auf diese Weise wird eine muslimische Parallel-Rechtsprechung in Großbritannien offiziell eingeführt und für Recht erklärt.
  • Getoppt wird das alles davon, dass die angestrebte und im Gange befindliche Islamisierung des Landes von allen offiziellen Institutionen (Regierung, Verwaltung, Verbänden, Schulen etc. bis hin sogar zu Polizei und Geheimdiensten) zu leugnen ist, wenn sie nicht ohne ohnehin schon freiwillig geleugnet wird.

Letzten Endes begeht Großbritannien kulturellen Selbstmord, wenn es diesen Wahn nicht stoppt. Es ist kaum noch dabei die die Dhimmokratie zu schlurfen, es ist eigentlich schon so gut wie dort angekommen. Und der Rest von Europa macht sich in dieselbe Richtung auf.

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Palästinianismus

Freitag, 23. November 2007

Ein von der Historikerin Bat Ye’or neu geprägter Begriff zur Beschreibung der heutigen geistigen Lage Europas und des Nahen Ostens, die geprägt sind von den Schlechtigkeiten beider Kulturen. Die folgende Erklärung und Definition stammt von ihr selbst und ist dem Interview mit Jamie Glazov vom FrontPageMagazine  entnommen, das Politically Incorrect auf Deutsch veröffentlichte.

“Palästinianismus” ist die Wurzel von Europas Dekadenz. Es ist eine Ideologie, die auf Ersetzungstheologie basiert, wobei Palästina Israel ersetzt. Sie wurde von europäischen und arabischen Intellektuellen und Politikern gemeinsam ausgearbeitet und angezettelt, in ihr vereint sich das Schlechteste aus beiden Kulturen. Für die arabische und islamische Welt umfasst Palästinianismus die Ideologie und die Zielsetzung des Djihads gegen eine rebellierende Dhimmi-Bevölkerung. Sie basiert daher auf einer islamischen Kultur und Theologie, in der territoriale Unabhängigkeit und Souveränität eines jeden nicht-moslemischen Volkes verneint wird.

Der Palästinianismus stellt sich Israel in zwei Hauptpunkten entgegen: 1) Juden als Dhimmi-Volk dürfen über Moslems nicht herrschen und noch weniger dürfen sie ihr Land befreien und selber regieren, ganz besonders dann nicht, wenn dieses früher vom Djihad erobert und kolonisiert worden war – wie zum Beispiel Israel, Spanien, der Balkan, Ungarn und andere Teile Europas. Juden müssen unter das Joch des Islam gezwungen werden. Und das gilt selbstverständlich genauso für Christen; beide müssen auf Unterwerfung und Dhimmitude reduziert werden. 2) Die islamische Doktrin weist die Bibel zurück, sie anerkennt nicht, dass die Bibel die Geschichte des Volkes Israel und die Quelle des Christentums darstellt. Moslems glauben, dass die biblischen Erzählungen, so wie sie im Koran umgeschrieben wurden, die Geschichte des islamischen Volkes und der islamischen Propheten seien. Aus diesem Grund leugnen sie das historische Erbteil und die Abstammung von Juden und Christen im Heiligen Land. Für sie speisen sich sowohl das Alte als auch das Neue Testament aus islamischer Quelle und beschreiben islamische Geschichte, weil die Personen der Bibel und auch Jesus selbst (Isa) Moslems waren. Judentum und Christentum werden als Verfälschungen des Islam betrachtet. Das ist der innere Kern der Ideologie – ja der Doktrin – des Palästinianismus und seines Krieges gegen Israel.

Die europäische Seite hat dem ihren traditionellen christlichen Antisemitismus hinzugefügt, der Juden dazu verdammt, im ewigem Exil zu leben, bis sie konvertieren. Der palästinensische Krieg gegen Israel, massiv gefördert von vielen in Europa, kam als wunderbare Gelegenheit, die Kultur des Hasses und der Verunglimpfung gegen Juden – heute in Gestalt des Staates Israel – aufrecht zu erhalten und weiter leben zu lassen, indem man einem zweiten Holocaust moralische und politische Unterstützung zukommen lässt. Europa ist immer der größte Unterstützer und finanzielle Förderer der Palästinenser und auch ihr ideologischer Lehrmeister gewesen.

Während in der arabischen und islamischen Welt Palästinianismus das djihadistische Werkzeug ist, um die Unabhängigkeit und Freiheit des jüdischen Dhimmi-Volkes auszuradieren, nimmt er in Europa eine andere Bedeutung an. Die inoffizielle Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft für den Djihad der Arabischen Liga zur Zerstörung Israels stellt eine Kultur des Hasses wieder her, die sich auch auf Europa selbst destruktiv auswirkt.

Palästinianismus ist bestrebt, die Verbindungen zwischen Christentum und Judentum zu unterdrücken, denn er erklärt, dass das Christentum aus dem Islam geboren wurde, aus einem Jesus, der ein islamischer Prophet war – der koranische Isa – und der sich sehr von dem jüdischen Jesus, der von den vier Evangelisten beschrieben wird, unterscheidet – die Evangelisten ihrerseits waren vom Alten Testament geprägt und nicht vom Koran. In Europa beeinflusst die theologische Ersetzung des Judentums durch Palästinianismus auch die Politik. Von abfälligen Kommentaren abgesehen vermeiden es die Medien, Israel zu erwähnen, so als ob es bereits nicht mehr existieren würde und unterdrücken es so durch einen stillen Boykott. Ein weiterer europäischer Trend besteht darin, dass eine strikte historische Gleichstellung und Gleichsetzung zwischen Israel einerseits und Arabern und Palästinensern andererseits aufgebaut wird, wo überhaupt keine ist.

Da der Palästinianismus heute die vorherrschende Ideologie in Europa ist, hat er die europäische Unterstützung djihadistischer Aktivitäten fest bestimmt. Und Djihad ist nicht wie ein beliebiger Krieg, er stellt mit seiner heiligen Strategie und seinen rituellen Taktiken einen ganzen theologischen Kriegskorpus dar. Europa rechtfertig das Ziel der PLO, Israel zu zerstören, das Verschleppen und Morden von Zivilisten, Luftpiraterie, Kidnapping und Terrorismus seit den 1970er Jahren, indem es die Opfer beschuldigt und nicht die Täter. Um diese Verbrechen, die so sehr im Gegensatz zu humanistischen Werten und humanistischer Moral stehen, rechtfertigen zu können, musste Europa Israel dämonisieren, musste es Israel als den größten Feind des Friedens darstellen und deshalb hat Europa seine leidenschaftliche Liebe, Israel zu hassen, wieder auferstehen lassen, indem es Israel für die Verbrechen, deren Opfer es ist, schmäht.

Und das ist noch nicht alles. Die meisten Europäer stimmen mit dieser Politik nicht überein. Viele haben sie bloßgestellt und gegen sie gekämpft. Und deshalb hat ein System, in dem Politiker mit Märkten, Kulturschaffenden, Universitäten, Medien und Meinungsbildnern verbunden sind, in einer koordinierten Kampagne unter der Schirmherrschaft der EU-Netzwerke seinen totalitären Griff auf die Mitgliedsstaaten ausgestreckt, um ihnen eine verabscheuungswürdige Kultur der Lügen und der Verleugnung aufzuzwingen, die Europas pro-palästinensische Außenpolitik stützt.

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Eurabia

Freitag, 23. November 2007

Bat Ye’ors erster wichtiger Begriff zur Beschreibung der Lage Europas im Zeitalter des globalen Jihad. „Eurabia“ beschreibt ein „arabisiertes“ Europa, das so gewollt und seit Jahrzehnten angestrebt wird. Was die Europäer getrieben hat, sich den Arabern derart zu ergeben, sich regelrecht zu unterwerfen, ist bis heute nicht ganz klar. Der Zeitpunkt und Auslöser schon: Die „Ölkrise“ von 1973.

Die arabische Erpressung Europas mit der Waffe Öl hat dazu geführt, dass sich europäische Politiker unter französischer Führung den Arabern an den Hals warfen, um sich nicht noch einmal von den Ölscheichs erpressen zu lassen. Das Ausmaß dieser Bemühungen spottet allerdings jeder Beschreibung:

In einer Reihe von zwar öffentlich zugänglichen, aber wenig publizierten und bekannt gemachten Verträgen verpflichteten sich die Europäer arabische Arbeitskräfte in großer Zahl ins Land zu holen, für deren Religion und Gebräuche zu werben, sie in der ihnen genehmen Form ausüben zu lassen, arabische Kultur, Sprache und denken sowie die politische Meinung in die europäische akademische Landschaft (dominant) mit einzubringen und die Araber politisch zu unterstützen; darüber hinaus wurde eine Technologie- und Geldtransfer initiiert. Einzige Gegenleistung der arabisch-muslimischen Welt: Ölverkauf nach Europa. Mit anderen Worten: Die arabisch-muslimischen Staaten entledigten sich ihres Bevölkerungsproblems, brachten ihre Ansichten dominant in die europäische öffentliche Meinung und Politik und machten damit noch Geld; eine Integration der arabischen Einwanderer in Europas Werte und Lebensweise war explizit nicht vorgesehen – wenn nicht gar vertraglich verboten. Die Europäer hingegen haben sich verpflichtet die arabische Seite zu vertreten, für sie zu werben und die eigene Bevölkerung entsprechend zu „bilden“ – mit anderen Worten: Ganz Europa hat gefälligst antiisraelische Propaganda zu machen und das Primat des Islam anzuerkennen.

Das hat zum einen zur Folge, dass heute in Sachen Israel die Märchen und Lügen des arabischen Antisemitismus in Europa Allgemeingut und „wahr“ sind, während die Fakten eine andere Sprache sprechen. Zum zweiten breitet sich der Islam in Europa mit aktiver Unterstützung der europäischen Eliten massiv aus, erwartet (und bekommt oft) Sonderrechte, die niemand sonst erhalten würde und darf die Dominierung der Mehrheitsgesellschaft anstreben, während umgekehrt das Mitführen einer persönlichen Bibel in Saudi-Arabien schon bei der Einreise beendet werden kann (indem diese in den Reißwolf wandert). Europa hat auf alle Empfindlichkeiten von Muslimen und Arabern Rücksicht zu nehmen – ohne dass die andere Seite in irgendeiner Weise Ansätze zu reziprokem Verhalten zeigt oder zeigen muss.

Das ist die sehr brutale, absolute Kurzfassung. Die ausführliche findet sich hier.