Posts Tagged ‘Linke’

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Rassismus, progressiver

Freitag, 23. Dezember 2016

Aron Sperber, 21. Dezember 2016

Dieselben Leute, die uns stets erklären, Burkas hätten nichts mit der islamischen Religion zu tun, setzen sich im Namen der Religionsfreiheit für die Burka ein.

Unsere Progressiven, welche die Sprüche der Muslimbrüder über die Freiheit der Religion nachplappern, halten alle Religionen für gleich.

Sie mögen zwar gleich dumm sein, aber sie sind deswegen noch lange nicht gleich gefährlich.

Seine reaktionären Feinde zu unterschätzen, nur weil sie nicht wie gewohnt weiß und christlich sind, ist eine besonders progressive Form von Rassismus.

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Antisemitismus-Leugnung

Dienstag, 17. Juni 2014

Eine Idee von Steven Plaut, der sich über den Begriff „Nakba-Leugnung“ ärgert:

Dieser Begriff muss auf all die verweisen, die darauf bestehen, dass Mitglieder der BDS-Bewegung (Boykott, De-Investition, Sanktionen) und ähnliche antiisraelische Initiativen und Bewegungen von irgendetwas anderem als schmutzigen Antisemitismus motiviert sind. Das ist der korrekte Begriff, der auf alle anzuwenden ist, die proklamieren, sie hassen und sind gegen Israel, aber nicht gegen Juden an sich. Und schließlich ist es auch der Begriff, der notwendig ist, um alle zu beschreiben, die mit dem Begriff „Nakba-Leugnung“ um sich werfen.

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Stalinismus-Leugnung

Dienstag, 17. Juni 2014

Eine Idee von Steven Plaut, der sich über den Begriff „Nakba-Leugnung“ ärgert:

Der Begriff „Stalinismus-Leugnung“ sollte auf alle angewandt werden, die vorgeben, sie seien sich der Tatsache nicht bewusst, dass einige der prominentesten Mitglieder der linken Lehrstuhlinhaber in Israel lebenslange Hardcore-Stalinisten sind. Eine Reihe Universitäts-Lehrkräfte, die auf der Chatliste der gesellschaftswissenschaftlichen Seiten Israels Beiträge posten, sind eingeschriebene Mitglieder der (stalinistischen) israelischen kommunistischen Partei, aber jeder Versuch diese Tatsache zu erwähnen wird von den Administratoren dieser Liste zensiert.

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Linksfaschismus-Leugnung

Dienstag, 17. Juni 2014

Eine Idee von Steven Plaut, der sich über den Begriff „Nakba-Leugnung“ ärgert:

Das ist der Begriff, der diejenigen beschreibt, die es ablehnen anzuerkennen, dass die radikale Linke in Israel (und sonstwo) fundamental gegen die freie Meinungsäußerung nicht Linker sind, ebenso gegen nicht linke Demokratie. Der Begriff sollte zudem auf alle diejenigen angewandt werden, die allen Kritiker der radikalen Linken vorwerfen sie seien „McCartyhisten“ und „Faschisten“.

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Antiimperialisten

Dienstag, 29. Juni 2010

… definieren sich vordergründig als diejenigen, die als einzige tatsächlich gegen Imperialisten sind. Dabei sind sie überideologisierte Linksradikale, die über Leichen gehen. Alles, was von ihnen an Mitgefühl und Menschlichkeit, sozialer Gerechtigkeit und Friedfertigkeit geäußert wird, ist nur Fassade, denn sie sind außerhalb ihrer ideologisch versponnenen Denke eiskalt und berechnend. Annetta Kahane hat sie in der Berliner Zeitung extrem präzise beschrieben:

Für Ideologie ist es praktisch, nicht genau hinzusehen. Doch es geht um Empathie für Menschen und deren universelle Rechte. Ihre Einhaltung muss man prüfen. Messen mit zweierlei Maß ist kalt und rassistisch.

Zu den Vorteilen mancher Ideologien gehört es, dass sie einem das genaue Hinschauen ersparen. In diesem Sinne gibt es praktische und unpraktische Weltsichten. Unpraktisch sind solche, in denen Empathie für Menschen und deren Rechte universell sind: Sie verlangen zu prüfen, ob Frauen, Kinder oder Minderheiten vor Unterwerfung, Rassismus, Missbrauch, Ausbeutung oder Mord wirklich geschützt sind. Praktischer ist die Weltsicht des Antiimperialismus, wobei das Imperium immer USA heißt – und Israel natürlich. Zwar agieren auch Russland oder China imperial; Russland aber, so sagt der Antiimperialist, handele interessenorientiert, wie in Georgien, Tschetschenien oder Mittelasien. Im Kampf gegen den wahren Feind „US-Imperialismus“ darf und soll man sich mit allen verbünden, ganz gleich wie reaktionär oder menschenverachtend diese Bündnispartner auch sein mögen. So erdachte es Lenin; so wird es heute durchgezogen. Antiimperialismus ist sehr populär geworden, weit über seinen linken Ursprung hinaus.

Kalt und rassistisch

Den Antiimperialisten interessiert nur seine eigene Idee, seine Projektion auf die Welt. Die Menschen, deren Rechte er oder sie zu verteidigen vorgibt, sind bestenfalls moralische Munition gegen den Feind. Verstoßen die Verbündeten dieses Antiimperialismus gegen jedes emanzipatorische Prinzip des Antiimperialisten selbst, wird das ausgeblendet. Wie gehen die Verbündeten mit „ihren eigenen Leuten“ – Schwarzen, Asiaten, Türken – um? Respektieren die Partner „ihre“ Minderheiten? Werden Frauen wie Menschen behandelt, Kinder vor Misshandlung geschützt? Kein Thema. Dieses Messen mit zweierlei Maß ist kalt und rassistisch.

„Frauendeck“?

Bringen die Antiimperialisten in ihrem Engagement für Gaza den Menschen dort wirklich und echt Interesse entgegen? Ich bezweifle das. Wie ist es sonst möglich, dass sich die Linken-Abgeordneten Annette Groth und Inge Höger auf einem Schiff der Gaza-Flottille von ihren männlichen Freunden abends auf dem „Frauendeck“ einschließen ließen? Diese Frauen, die in Deutschland jedes Substantiv feminisieren, reisten im Namen des Antiimperialismus mit Leuten türkisch-islamistischer Organisationen – Frauenfeinden, Schwulenkillern, Antisemiten. Haben sich Linke von Dschihadisten aus Naivität instrumentalisieren lassen? Nein. Die Gleichgültigkeit der deutschen Flottilleros lässt eher vermuten, dass sie ihrerseits die islamistischen Menschenrechtsverletzer benutzt haben: gegen den Imperialismus, wie sie ihn verstehen, gegen Israel und natürlich gegen die Juden, die ihre Geschichtslektion nicht gelernt haben.

Nein, danke.

Sie sortieren Menschen in solche, denen Rechte zugesprochen werden, weil es ideologisch passt und solche, die man übergehen darf. Ich streite mich lieber leidenschaftlich mit Volid, einem Vertreter der Palästinenser in Berlin oder mit Conchita von einer Initiative gegen Rassismus über den Nahostkonflikt als mich der Kälte deutscher Antiimperialisten auszusetzen. Diese weisen uns Angehörigen einer Minderheit in Deutschland einen Platz weiter oben beziehungsweise unten auf der Prioritätenliste der Menschenrechte zu – wie einst ihre Großeltern, als die sich noch Herrenmenschen nannten. Am liebsten haben sie es, wenn sich Türken oder Araber mit Juden vor ihnen, den Deutschen, auch Antiimperialisten genannt, fetzen. Und die machen dann den Schiedsrichter – na vielen Dank!

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Herz-Jesu-Sozialisten

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Auf der Gegenstimme zählt tankdriver ein paar davon auf: Norbert Blüm, Heiner Geißler, Jürgen Todenhöfer gehören auf jeden Fall dazu. Leute, die sich demonstrativ christlich geben, oft auch einer konservativen Gruppierung angehören, aber eindeutig links bis sozialistische Ansichten hegen, die sie mit Überinterpretierung selektiver Bibelauszüge in die Welt posaunen (und damit jedem, der nicht so denkt wie sie das Christentum mehr oder weniger absprechen).

Diese Leute drücken gerne auf die Tränendrüse und suchen verzweifelt nach Underdogs, die sie unterstützen können – jedenfalls mit auffälligen Medienaktionen, ob auch mit persönlichen Anstrengungen, die über das, was für die Kameras hinaus gemacht wird, kann ich nicht beurteilen.

Oft tragen diese Demonstrativ-Weltverbesserer ein richtiges Anliegen zur Schau, so das Duo Blüm und Geißler im Südsudan. Allerdings wollen sie auch andernorts arme Würstchen verorten, die von schlimmen Unterdrückern gevölkermordet werden, obwohl sich ihre Zahl seit Beginn ihrer „Unterdrückung“ und „Entrechtung“ vervielfacht hat. Terroristen werden zu Widerstandskämpfern stilisiert und ihre Massenmordaktionen entschuldigt, auch wenn immer betont wird, das sei nicht rechtens. Dieser Hinweis ist ein Feigenblatt, das die Unterstützung für Terroristen kaschiert. Und das wird dann mit Jesus gerechtfertigt. Der hat allerdings gesagt, dass du kein falsches Zeugnis gegen deinen Nächsten geben sollst. Wie wär’s, wenn diese Leute das mal beherzigen und aufhören würden Israel zu verleumden?

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Rassist, humanitärer

Montag, 17. Dezember 2007

Der Begriff wurden von Manfred Gerstenfeld vom Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) geprägt. Im Interview mit der Jerusalem Post erläuterte er die Hauptströmungen des Antisemitismus an westlichen Universitäten. Eine dieser Strömungen ist der „humanitäre Rassist“. Er definiert ihn folgendermaßen:

 

Jeder kennt und akzeptiert, dass Nationalsozialismus und Faschismus ein klares Konzept überlegener Menschen und minderwertiger Menschen haben, wobei erstere über letztere herrschen sollten. Dieses Konzept steckte auch teilweise im Kolonialismus, wo weiße Menschen überlegen und die nicht Weißen minderwertiger waren. Fast jeder stimmt zu, dass dies verabscheuungswürdige Ansichten sind.

Man findet allerdings bei der Linken ein Spiegelbild davon. Die Version des humanitären Rassisten besteht darin, dass nur weiße Menschen für ihr Tun zur Verantwortung gezogen werden können, während nicht Weiße nur Opfer sein können. Nach Ansicht des humanitären Rassisten ist beispielsweise die Verdrängung der Christen durch Muslime in den Palästinensergebieten etwas, das sich zwischen „farbigen“ Völkern abspielt, die per Definition nie verantwortlich sind, also nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Daher muss Israel verantwortlich gemacht werden.

Sagt man nun einem extrem Linken oder einem Menschenrechtler, der diese Ansichten vertritt, dass diese Ansichten rassistisch sind, werden sie total beleidigt sein, weil sie das nie voll durchdacht haben. Doch sie sind nicht weniger rassistisch als weiße Rassisten.

Ich denke, da ist der beste Begriff für die Leute gefunden, die diesen „umgekehrten Rassismus“ betreiben. Und komme jetzt keiner mit der Behauptung, Weiße könnten nicht rassistisch gegen Weiße sein, weil sie Weiße seien. Das ist genauso unsinnig wie die Behauptung Juden könnten nicht antisemitisch sein. Oder noch schlimmer: Araber könnten nicht antisemitisch sein, weil sie selbst Semiten sind. Wer eine Gruppe Menschen auf diese Weise abstempelt, handelt rassistisch und ist damit Rassist. Auch ein Jude gegenüber anderen Juden. Oder Weiße gegenüber anderen Weißen.